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30.01.2007

12:10 Uhr

Grundsatz im Arbeitsrecht

Gleichbehandlung heißt nicht gleiche Lohnerhöhung

Der im Arbeitsrecht festgeschriebene Grundsatz, alle Mitarbeiter gleich zu behandeln, gilt nach einem Urteil des rheinland-pfälzischen Landesarbeitsgerichts nur bei einer generellen Lohnerhöhung. Verhandele der Arbeitgeber Lohnzuwächse individull, entfalle dieses Gebot.

HB MAINZ. In einem am Freitag veröffentlichten Urteil wies das Gericht die Zahlungsklage eines Technikers gegen seinen Arbeitgeber ab. Der Kläger war mit einer Lohnerhöhung von 0,5 Prozent nicht einverstanden. Er argumentierte, der Arbeitgeber habe anderen Beschäftigten durchschnittlich 2,5 Prozent mehr Lohn gewährt. Er verlange eine Gleichbehandlung.

Das LAG ließ sich davon nicht überzeugen. Die Richter verwiesen darauf, es gebe im Betrieb keine generelle Lohnerhöhung von 2,5 Prozent. Vielmehr hätten die Mitarbeiter unter der Berücksichtigung von Leistungskriterien unterschiedliche Lohn- und Gehaltserhöhungen bekommen. Dies mögen zwar durchschnittlich 2,5 Prozent gewesen sein. Der Kläger könne daraus jedoch keine generelle Regel ableiten.

(Az.: 4 Sa 325/06)

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