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20.07.2000

19:09 Uhr

ap BERLIN. Bundeskanzler Gerhard Schröder hat offenbar Kompetenzen in der Bundesregierung neu geregelt und damit vom ehemaligen Finanzminister Oskar Lafontaine durchgesetzte Veränderungen rückgängig gemacht. Wie die "Süddeutsche Zeitung" (Freitagausgabe) unter Berufung auf Regierungkreise berichtet, soll die Grundsatzabteilung wieder komplett Wirtschaftsminister Werner Müller unterstellt werden.

Das Finanzministerium gebe die Zuständigkeiten für Konjunkturstatistik, Jahreswirtschaftsbericht, den Sachverständigenrat und die Wirtschaftsforschungsinstitute zurück an das Wirtschaftsressort. In das Haus von Finanzminister Hans Eichel kehrt dagegen die Position des Sherpa zurück, der internationale Konferenzen wie die Weltwirtschaftsgipfel vorbereitet.

Eine Bestätigung für diese Veränderungen gab es in der Bundesregierung zunächst nicht. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, Anlass für den Tausch sei der geplante Wechsel des jetztigen Sherpas, Klaus Gretschmann, zur Europäischen Union nach Brüssel. Offen sei, welchen Posten Gretschmann dort im Herbst wahrnehmen solle und wer sein Nachfolger als Sherpa werde. Finanzstaatssekretär Caio Koch-Weser soll nicht abgeneigt sein.

Lafontaine hatte wesentliche Teile der Grundsatzabteilung ins Finanzministerium verlegt, als er nach der Bundestagswahl 1998 das Ressort übernahm. Schröder hatte im Gegenzug die Sherpa-Stelle aus dem Finanzministerium ins Kanzleramt geholt.

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