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22.01.2003

14:19 Uhr

Die Bank gründet eine Projektgesellschaft, die aus Kostengründen mit einem geringen Eigenkapital ausgestattet ist und abgesehen von Geschäftsführern - die mehrere Projektgesellschaften führen - keine Mitarbeiter hat.



An der Gesellschaft kann sich der Vertragspartner Automobilzulieferer, gegebenenfalls auch dessen Kunde, beteiligen - daher auch der Begriff "Partnerschaft".

Nachdem der Zulieferer einen Entwicklungs- und Lieferauftrag von einem Automobilhersteller bekommen hat, schließt er entsprechende Verträge mit der Projektgesellschaft. Diese nimmt dann die für das Projekt notwendigen Darlehen auf. Im Rahmen des nachgewiesenen und überprüften Fortschritts bei der Entwicklung und dem Bau der Werkzeuge und/oder der Teile wird der Zulieferer - aufwandskonform - von der Projektgesellschaft bezahlt.

Da die Projektgesellschaft vom Zulieferer nicht konsolidiert wird, belasten die von ihr aufgenommenen Darlehen weder seine Bilanz noch seine sonstigen Kreditlinien oder sein Rating. Durch die aufwandskonforme Bezahlung wird auch die Liquidität der Zulieferers nicht beansprucht. Dadurch bleiben seine Spielräume für eine weitere Expansion und neue technische Entwicklungen erhalten.

Wie die IKB betont, rechnet sich das Partnerschaftsmodell erst ab einer Projektgrößenordnung von mehr als 10 Mill. Euro. Ab dieser Größenordnung könne man davon ausgehen, dass die gesamten Kosten der Finanzierung nach dem neuen Modell in einer Gesamtbetrachtung unter dem bleiben, was künftig für vergleichbare klassische Finanzierungen zu zahlen wäre. ws

Quelle: Handelsblatt

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