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12.02.2001

15:48 Uhr

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Guinea: Zehntausende befinden sich auf der Flucht

Zur Rettung von über 200 000 Flüchtlingen im westafrikanischem Guinea versuchten die Vereinten Nationen am Montag, der Regierung in Conakry einen Hilfskorridor abzuringen. UN - Flüchtlingshochkommissar, Ruud Lubbers, verhandelte darüber mit der Regierung Guineas.

dpa Nairobi/Conakry. Der Korridor soll internationale Hilfe für Flüchtlingslager im Süden des Landes ermöglichen. Dort waren nach Informationen des UNHCR Zehntausende von Menschen auf der Flucht vor heftigen Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungssoldaten um den Handelsort Gueckedou an der Grenze zu Sierra Leone.

Die Bürgerkriegsflüchtlinge aus Sierra Leone und Liberia sind zwischen Fronten der guineischen Regierungsarmee und Rebellenverbänden gefangen und teils seit Wochen ohne Versorgung von außen. Lubbers sprach von der «dramatischsten Flüchtlingskrise weltweit» und forderte die Staatschefs der Krisenländer Sierra Leone, Liberia und Guinea zu Verhandlungen auf.

Aus der südguineischen Region «Papageienschnabel» wollen UNHCR - Helfer die Flüchtlinge in nördlicher gelegene Lager bringen. Sie werden dabei jedoch auch von der Regierungsarmee behindert. Wie es hieß, sind mehrere UN-Fahrzeuge von Soldaten beschlagnahmt worden. Nach Angaben der UN-Organisation sind seit dem Wochenende mindestens 40 000 Menschen aus der Gegend um die Grenzstadt Gueckedou in nördlichere Gebiete geflüchtet.

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