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25.01.2001

21:44 Uhr

Gute Aussichten für weitere Transrapid-Aufträge aus China

Kein Verlust für Siemens aus Transrapid-Projekt

Siemens-Vorstandschef Heinrich von Pierer erwartet, dass der Münchener Technologiekonzern beim Bau der ersten kommerziellen Transrapid-Strecke in Shanghai keine roten Zahlen schreiben wird.

Reuters MÜNCHEN. "Ich gehe davon aus, wir werden keinen Verlust machen", sagte von Pierer in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagausgabe) auf die Frage, ob Siemens mit dem Auftrag Geld verdienen werde. Nun bestünden gute Aussichten für weitere Transrapid-Aufträge aus China.

Pierer sagte weiter, er habe mit Chinas Ministerpräsident Zhu Rongji über die Verlängerung der geplanten 30 Kilometer langen Strecke, aber auch über die Langstreckenverbindung von Shanghai nach Peking gesprochen. Eine Entscheidung hierüber werde in drei Jahren fallen, wenn China seine großen Städte miteinander verbinden wolle.

Auch für die Transrapid-Projekte in München, dem Ruhrgebiet, in den USA und den Niederlanden seien die Aussichten gut, sagte von Pierer. Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig hat für die beiden Strecken in Deutschland bereits Machbarkeitsstudien in Auftrag gegeben. Siemens wolle prüfen, seine Zusammenarbeit mit der französischen Alstom in der Verkehrstechnik auch auf den Transrapid auszuweiten, sagte von Pierer. Das Transrapid-Konsortium besteht aus Siemens und Thyssen-Krupp. Am Montag war der Vertrag über den Bau einer ersten kommerziellen Verbindung vom Flughafen Shanghai zur Innenstadt unterzeichnet worden.

Von Pierer verteidigte den Zuschuss der Bundesregierung von 200 Mill. DM für den Bau der Hochgeschwindigkeitsstrecke. Ohne den Zuschuss wäre das Projekt nicht machbar gewesen, sagte er. Obwohl das Konsortium den Preis unter zwei Mrd. DM gedrückt habe, habe es noch eine "Kluft" zwischen dem Angebot und der Forderung der chinesischen Auftraggeber gegeben.

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