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14.01.2002

08:28 Uhr

Händler: Greenspan-Rede wird verarbeitet

Leichterer Dax erwartet

Mit leicht nachgebenden Kursen am deutschen Aktienmarkt rechnen Händler am Montagmorgen. Die Rede von US-Notenbank-Chairman Alan Greenspan müsse verarbeitet werden. "Insgesamt überwogen die negativen Aussagen in der Rede", sagt ein Marktteilnehmer. Das sollte nahezu alle Branchen erst einmal unter Druck setzen.

Quelle: Handelsblatt

vwd FRANKFURT. "Die jüngsten Konjunkturdaten waren zwar nicht schlecht, aber die Kurse haben einiges vorweggenommen, und die Leute sind wieder vorsichtig", sagt ein Analyst. Er erwartet vor allem deutliche Abgaben bei den Technologiewerten. Sie dürften besonders stark unter den Greenspan-Aussagen leiden, heißt es.

Nachrichten, denen zufolge das britische Verteidigungsministerium MAN und Daimler-Chrylser aufgefordert hat, ein Angebot für 8500 neue Lastwagen abzugeben, werden zwar grundsätzlich positiv kommentiert. "Direkt auf den Kurs der Unternehmen auswirken wird es sich aber nicht, schließlich soll erst im Herbst entschieden werden und es sind auch US-Konzerne im Rennen", sagt ein Marktteilnehmer. Auch die Rückrufaktion von Volkswagen in den USA wird zurückhaltend kommentiert. "Es geht zwar um jede Menge Fahrzeuge, aber man muss jetzt erst einmal sehen, wie teuer das wird", sagt ein Händler.

Dass Epcos für 2001 voraussichtlich keine Dividende zahlen wird, bewerten Händler zwar als nicht überraschend. "Kurzfristig wird die Nachricht den Kurs aber leicht belasten", sagt ein Analyst. Positiv sehen Händler Berichte, denen zufolge Siemens bis zum Jahresende den Anteil an Krauss-Maffei verkaufen will. "Dass Siemens den Anteil wieder verkaufen will, hat das Unternehmen zwar von Anfang an angekündigt - es ist aber gut zu hören, dass daran gearbeitet wird", sagt ein Beobachter.

Auch Bayer zählt am Montag zu den Unternehmen im Blickpunkt: Nach Einschätzung eines Händlers werden aber die Nachrichten über die Schadensersatzklage gegen Bayer durch den Anwalt Michael Witti, der heute Einzelheiten bekannt geben will, durch die optimistische Einschätzung des Bayer-Vorstandsvorsitzenden Manfred Schneider zum Geschäftsverlauf neutralisiert.

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