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06.01.2003

14:58 Uhr

Halbes Jahr nach Genehmigung

Kreuzfahrer-Hochzeit wird neu geprüft

Ein halbes Jahr nach dem grünen Licht der EU-Kommission für die Übernahme des britischen Kreuzfahrtanbieters P&O Princess durch die weltweit führende Carnival Corporation soll der Fall neu in Brüssel aufgerollt werden.

HB/dpa BRÜSSEL. Es handele sich nicht mehr um eine Übernahme, sondern einen Zusammenschluss (merger), sagte die Sprecherin von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti am Montag in Brüssel.

Die Bedingungen der Transaktion hätten sich geändert. Es wird nun erwartet, dass die Unternehmen das Vorhaben zu einer neuerlichen Prüfung in Brüssel anmelden. Die EU-Kommission hatte im Juli vergangenen Jahres nach einer detaillierten, fünfmonatigen Wettbewerbsprüfung die Übernahme genehmigt. Der US-Konzern Carnival will damit seine Führungsrolle deutlich ausbauen. Wie lange die zweite Untersuchung dauern wird, blieb offen.

Der britische Kreuzfahrtkonzern Royal Caribbean hatte ebenfalls Interesse an einer Übernahme von P&O gezeigt. Dieses Übernahmeangebot war jedoch nicht in Brüssel untersucht worden. Nach Angaben der "Financial Times Deutschland" (Montag) könnten Gegner der Fusion Carnival/P&O Princess wie Royal Caribbean nun versuchen, die Kommission zu einer Blockade des Vorhabens zu bringen.

Auf Carnival und P&O Princess zusammen entfielen im Jahr 2000 rund ein Drittel sämtlicher Kreuzfahrtkunden im Europäischen Wirtschaftsraum, zu dem die 15 EU-Mitgliedstaaten sowie Norwegen, Island und Liechtenstein gehören. Neuere Zahlen lagen nicht vor.

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