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04.01.2002

12:36 Uhr

Halbleiter-Hausse zieht Markt nach oben

Neuer Markt baut Gewinne aus

Der Neue Markt hat die Indexgewinne dieses Börsenjahres auch am Freitag weiter ausgebaut.

dpa-afx FRANKFURT. Der Leitindex Nemax-50 stieg um weitere 1,99 Prozent auf 1 277,72 Punkte und ist damit in den drei Börsentagen bereits um etwa 120 Punkte oder rund 13 Prozent geklettert. Der Nemax-All-Share gewann um 1,14 Prozent auf 1 201,54 Punkte. Damit erreichten die beiden Indizes wieder das Niveau, dass sie Mitte Dezember erreicht hatten.

Der steile Anstieg des Neuen Marktes sei mit fundamentalen Daten nicht zu begründen, sagte ein Händler einer Großbank. Es werde "Liquidität in der Märkte hinein gequetscht". "Und wir sind wieder viel zu euphorisch," sagte ein anderer Börsianer. Die Umsätze sind bereits jetzt so hoch wie der Durchschnitt der vergangenen 30 Handelstage, obwohl viele Anleger erst am Montag in das Handelsgeschehen eingreifen.

Die Börse schaut derzeit auf die Arbeitslosenzahlen in den USA: Sollten die Arbeitsmarktdaten nur ein wenig schwächer sein als von Marktbeoachtern prognostiziert, könnten die Kursgewinne schnell dahinschmelzen, sagte ein Händler. "Einige Kursgewinne stehen auf wackeligen Beinen", sagte ein anderer Börsianer.

Gefragt waren die Unternehmen, die mit der Halbleiterindustrie zu tun haben. Deren Aktien waren am Vortag an der Nasdaq kräftig geklettert. Am Neuen Markt stiegen die Aktien des Smart-Card-Spezialisten ACG, die um 7,33 Prozent auf 8,20 Euro zulegten. Papiere des Halbleiterherstellers AT&S stiegen um 6,58 Prozent auf 17,50 Euro und CE-Consumer Papiere gewannen um 1,08 Prozent auf 9,40 Euro.

Auch Unternehmen aus der zweiten Reige der Chipbranche konnten zulegen: Die Aktie der Mühlbauer AG stiegen auf dem Frankfurter Parkett um 4,64 Prozent auf 36,10 Euro. Mühlbauer stellt unter anderem schlüsselfertige Lösungen für Smard Cards her.

Die Papiere von T-Online sanken hingegen um 0,77 Prozent auf 12,85 Euro. Auch die am Vortag stark gefragten Papiere des Medienunternehmens EM.TV fielen um 3,09 Prozent auf 1,88 Euro zurück.

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