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28.01.2003

13:26 Uhr

Hamburg will Vorstaoß wagen

Krankenkasse für Sozialhilfeempfänger geplant

Als erstes Bundesland prüft Hamburg die Gründung einer eigenen Krankenkasse für Sozialhilfeempfänger. Die Sprecherin der Sozialbehörde der Hansestadt, Anika Wichert sagte am Dienstag, damit sollten die Behandlungskosten vereinheitlicht werden.

HB/dpa HAMBURG. "Bisher ist aber noch nicht klar, ob so etwas überhaupt möglich wäre." Erwogen werde auch, Teilbereiche der Gesundheitsversorgung von Sozialhilfeempfängern an bestehende Krankenkassen zu vergeben, wie die Verwaltung der Krankenhilfe.

Die Gesundheitsversorgung von Sozialhilfeempfänger und deren Abrechnung ist seit langem umstritten. Da die Kommunen für die Versorgung aufkommen, unterliegen die Kosten nicht den Budgetierungen der gesetzlichen Krankenkassen. Nicht zuletzt darum seien Sozialhilfeempfänger in vielen Praxen besonders willkommene Patienten, sagte Wichert.

"Der ganze Bereich der Sozialhilfe steht derzeit bei uns auf dem Prüfstand", erklärte die Behördensprecherin. Ob eine eigene Krankenkasse dazu beitragen könnte, Kosten zu sparen, sei aber noch ungeklärt. Sicher würden dann aber auch hier die Budget-Regelungen zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen gelten. "Die Prüfung ist derzeit noch völlig ergebnisoffen", betonte Wichert. Für die Krankenhilfe von Sozialhilfeempfängern hat Hamburg im vergangenen Jahr aus dem Topf der Sozialbehörde rund 100 Mill. Euro ausgegeben. Insgesamt 60 000 Menschen in der Hansestadt sind nicht krankenversichert.

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