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07.06.2000

10:39 Uhr

adn HAMBURG. Der Preisdruck im Stromgeschäft ist im vergangenen Jahr am Hamburger Energieversorger HEW nicht spurlos vorübergegangen. Trotz der "enormen Ausweitung" des Energieverkaufs erhöhten sich die Umsatzerlöse einschließlich Stromsteuer nur um 2,3 % auf 1,4 Mrd. Euro, wie HEW-Vorstandssprecher Manfred Timm am Mittwoch in Hamburg auf der Bilanzpressekonferenz sagte. Der Jahresüberschuss sank um 23,5 % auf 64 Mill. Euro. Die Eigenkapitalrendite verminderte sich von 15 % 1998 auf 11,2 % im zurückliegenden Geschäftsjahr.

Als Ursache für die unbefriedigende Umsatzentwicklung nannte Timm die "wettbewerbsbedingten Preisnachlässe im Stromgeschäft". Die Ertragseinbußen durch Preissenkungen hätten nicht vollständig durch Kostensenkungen intern aufgefangen werden können. Insgesamt konnte HEW den Energieabsatz deutlich steigern. Während der Stromverkauf im traditionellen Versorgungsgebiet Hamburg infolge des Wettbewerbs und auch witterungsbedingt leicht um 1,1 % zurückging, wurde der Verkauf außerhalb Hamburgs mehr als verdreifacht. Der Stromverkauf der Hamburgischen Electricitäts AG-Werke erhöhte sich den Angaben zufolge um 23,3 auf rund 17 Mrd. Kilowattstunden. Damit sei der Absatz im Vergleich zur bundesweiten Entwicklung "weit überproportional gestiegen", betonte Timm.

Er zeigte sich zuversichtlich, dass HEW "gut positioniert" in das erste Jahr des neuen Jahrtausends und in das zweite vollständige Geschäftsjahr im liberalisierten Strommarkt geht. Im bundesweiten Wettbewerb habe HEW die "Marktanteile ausgebaut", sagte Timm.

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