Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.07.2013

16:42 Uhr

Anlage nahe altem Schloss

Deutsche Windräder verärgern französische Gemeinde

Sieben fast 200 Meter hohe Windräder sorgen in einem französischen Grenzort für Unmut. Man fürchtet durch das Projekt im Saarland um die Attraktivität des nahegelegenen historischen Schlosses.

Windparkprojekt: Stören die Anlagen die Attraktivität historischer Gebäude? dpa

Windparkprojekt: Stören die Anlagen die Attraktivität historischer Gebäude?

ParisEin Windparkprojekt im Saarland hat für Unmut in einem naheliegenden französischen Grenzort gesorgt, dessen Schloss aus dem 15. Jahrhundert zahlreiche Touristen anzieht. "So ein schönes historisches Monument verliert schon etwas an Attraktivität wenn ein Windrad dahinter steht", sagte der Bürgermeister der lothringischen Gemeinde Manderen, Régis Dorbach, am Mittwoch. Die Windräder auf deutscher Seite würden nur 1,2 Kilometer von dem Schloss Malbrouck entfernt errichtet. Das Schloss wurde 1930 zum historischen Monument erklärt.

Der saarländische Stromproduzent VSE baut in der Grenzregion sieben fast 200 Meter hohe Windräder. Der 40 Millionen Euro teure Windpark soll Strom für 16.500 Haushalte liefern. Anfang Juli wurde damit begonnen, Bäume zu fällen und den Boden zu ebnen.

Er sei über das Projekt "überhaupt" nicht informiert worden, klagte Bürgermeister Dorbach. Auch habe es keine grenzüberschreitende Projektstudie gegeben. Eine VSE-Sprecherin versicherte, dass alle zuständigen Stellen informiert worden seien, in Frankreich die Präfektur des Départements Moselle. Von dort habe es aber keine Antwort gegeben. Auf Anfrage erklärte die Präfektur, es solle "schnell" geprüft werden, ob alle Vorgaben zu Konsultationen eingehalten worden seien.

Von

afp

Kommentare (9)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Klartext

25.07.2013, 18:01 Uhr

1.: in Deutschland wird man auch nicht gefragt, ob einem die französischen Windräder am Rhein gefallen.

2.: in Deutschland wird man auch nicht gefragt, ob einem die 200m hohen Windrad-Monster in z.T. nur 600m Abstand gefallen.

3.: Und wenn ein Politiker zufällig und ausnahmsweise mal einen wirklich sinnvollen Kompromiss-Vorschlag von sich gibt (minimaler Abstand von WKA zur nächsten Wohnbebauung ist die 10fache Anlagenhöhe), dann wird er nach allen Regeln der Kunst in der Luft zerrissen - natürlich nur von Leuten, die selbst keine Windräder unmittelbar vor der Haustüre zu befürchten haben.

Grenzer

25.07.2013, 18:58 Uhr

4. In Deutschland wird auch keiner gefragt ob wir deren AKWs in grenznähe haben wollen.

Cattenom, der letzte Störfall ist noch ned lang her......

Account gelöscht!

25.07.2013, 23:35 Uhr

Das Problem in Europa ist die Überbevölkerung. Darum muss endlich das Kindergeld abgeschafft werden!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×