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11.03.2014

09:34 Uhr

Apps in der Fertigung

Per Fingertipp durch die Produktion

VonLara Sogorski

Apps halten auch in der Industrie Einzug, Vorbehalte schwinden angesichts der Effizienzgewinne. So praktisch der Einsatz der Mini-Programme aber in vielerlei Hinsicht erscheint – der Zugang ist nicht immer problemfrei.

Fertigungsplanung mit dem Tabletcomputer: Apps für die mobile Steuerung der Produktion liegen im Trend. ap

Fertigungsplanung mit dem Tabletcomputer: Apps für die mobile Steuerung der Produktion liegen im Trend.

KölnMaximilian Fischer kommt seinem Traum einer papierlosen Fertigung immer näher. Der Produktionsmanager von Agfa Healthcare, einem Spezialisten für Medizintechnik in München, geht seit kurzem mit dem Tabletcomputer ans Werk. Über eine App des Maschinenherstellers Trumpf können die Bedienfelder mehrerer Laseranlagen auf dem Gerät angezeigt werden - eine Kamera erlaubt zudem einen Blick auf den Produktionsprozess.

Wurden früher alle Einstelldaten und Änderungen auf Zetteln zu den Maschinen gebracht und eingegeben, sorgt die App jetzt für eine effizientere Fertigungsplanung. "Wir können die erforderlichen Informationen sicher und transparent an alle Personen und Arbeitsplätze transportieren", sagt Fischer.

Mini-Programme für die mobile Steuerung der Produktion liegen im Trend. Per Smartphone oder Tablet können Berechtigte auch aus der Entfernung auf Anlagen zugreifen. Sie sind stets über Produktionsverläufe und Störungen im Bilde, auch Sonderwünsche wie etwa die Änderung einer Lackierung lassen sich kurzfristiger umsetzen.

Als Teil einer neuen mobilen Gesamtstrategie bezeichnet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) den Einsatz von Apps. Gerade kleinere Unternehmen hätten die Chance, sich so Wettbewerbsvorteile zu verschaffen, sagt Claus Oetter, VDMA-Fachmann für Software: "Mittelständische Fertigungsbetriebe sind immer stärker auf den Einsatz technischer Lösungen wie Apps angewiesen, um die Erwartungen ihrer Kunden zu erfüllen, was Flexibilität und Mobilität betrifft."

In einem Arbeitskreis des VDMA sitzen Vertreter von Industrieanwendern und IT-Anbietern zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und sich etwa in Fragen der Benutzerführung anzunähern. "Tatsächlich hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass man mittelfristig nicht mehr um den Einsatz von Smart Devices in der Fertigung herumkommt. Vor drei Jahren sah das Meinungsbild noch ganz anders aus", sagt Oetter.

Kommentare (1)

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11.03.2014, 12:45 Uhr

Damit dürften wohl die Prämien für die Vorstände wegen deren Haftung für Organisationsverschulden sprunghaft ansteigen.

Wer wird sich da noch wundern, wenn geheimnisvolle Kräfte von externer Seite dem Unternehmer "unterstützend" unter die Arme greifen. Das dürfte wohl ein Fall u.a. für die Gewerbeaufsicht werden.

Für die, die den Text nicht verstanden haben:
Ein Hacker ist kein Holzfäller.

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