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22.11.2013

12:15 Uhr

Arztbesuch

Fast jeder zweite Patient akzeptiert lange Wartezeiten

Viele Deutsche warten geduldig auf einen Arzttermin, oft wochenlang. Wäre es erlaubt, würde jeder zweite Patient in Deutschland eine Klinik besuchen, wenn sich dadurch lange Wartezeiten beim Facharzt umgehen ließen.

Wartezimmer eine Arztpraxis: Viele Patienten würden sich auch in einer Klinik behandeln lassen, wenn dort die Wartezeiten kürzen sind. dapd

Wartezimmer eine Arztpraxis: Viele Patienten würden sich auch in einer Klinik behandeln lassen, wenn dort die Wartezeiten kürzen sind.

HamburgNur etwa jeder zweite Patient in Deutschland würde einer Umfrage der Krankenkasse DAK zufolge bei längeren Wartezeiten statt zum Facharzt in ein Krankenhaus gehen. Das teilte die DAK in Hamburg unter Verweis auf eine Einigung in den laufenden Koalitionsgesprächen zwischen CDU und SPD in Berlin mit.

Demnach sollen gesetzlich Versicherte, die mehr als vier Wochen auf einen Facharzt-Termin warten, künftig zur Behandlung in ein Krankenhaus gehen dürfen.

Der repräsentativen Umfrage zufolge würden aber nur 47 Prozent der Befragten dieses Angebot annehmen. 45 Prozent – und damit fast genau so viele – zögen es vor, trotzdem auf einen Termin beim Facharzt zu warten.

Wie aus der Forsa-Umfrage für die DAK weiter hervorgeht, kennen 28 Prozent der Befragten längere Wartezeiten. In Ostdeutschland ist der Anteil mit 39 Prozent dabei deutlich höher als der gesamtdeutsche Durchschnitt.

Von

afp

Kommentare (2)

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kassenpatient

22.11.2013, 12:51 Uhr

so ein Unsinn, man hat ja keine Alternative und erträgt die Wartezeiten, weil es nicht anders geht.

AriadneMedea

22.11.2013, 13:40 Uhr

Wissen Sie, wie klug ihre Ratschläge sind, wenn man z. Bsp. durch die Verzögerung länger krankgeschrieben ist oder nicht behandelt wird und die Krankschreibung wegen nicht Behandlung sich verlängert? Das ist im Falle von Orthopäden meistens so. Wenn Rückenschmerzen akut sind, hat man keine 4 Wochen Zeit. Wenn die Wirbelsäule blockiert hat man keine Zeit. Man ist so unbeweglich, das man kein Auto mehr fahren kann. Und dann wundern sie sich über die Ausfallzeiten. Sagen sie Menschen die in einem sitzenden Job arbeiten und die für Fahrt und alles schon 10 bis 12 Stunden unterwegs sind, und eine sitzende Tätigkeit ausüben, nicht immer so kluge Sprüche.
Was sagte ein Kabarettist. "Das normale Leben ist nicht so!". Ich habe dann als Ausgleich mich bewegt und die Blockaden kamen trotzdem. Höllenschmerzen und als Hypochonder abgestempelt !

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