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11.02.2014

16:37 Uhr

Arztreport

Wie man sich vor Hautkrebs schützen kann

Krebserkrankungen sind in Deutschland weiter auf dem Vormarsch und Hautkrebs ist eine der häufigsten Formen. UV-Strahlung ist nach wie vor der größte Risikofaktor.

Risikofaktor UV-Strahlung: Bei mehr als 16.000 Deutschen jährlich tritt schwarzer Hautkrebs auf. obs

Risikofaktor UV-Strahlung: Bei mehr als 16.000 Deutschen jährlich tritt schwarzer Hautkrebs auf.

LeipzigSonnenanbeter am Strand, Solariumsbesucher oder Bauarbeiter, die in der prallen Mittagssonne schuften – sie alle setzen sich UV-Strahlung aus, die das Hauptrisiko für Hautkrebs ist. Krebserkrankungen sind in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Der am Dienstag veröffentlichte Arztreport der Barmer GEK belegt das: 2012 waren schätzungsweise 1,56 Millionen Menschen von Krebs betroffen – Tendenz steigend.

Wie viele Neuerkrankungen gibt es?
Jedes Jahr erkranken in Deutschland laut Barmer-Report mehr als 200.000 Menschen neu an Hautkrebs. Die Deutsche Krebshilfe geht sogar von jährlich rund 234.000 Neuerkrankungen aus. Allein mehr als 20.000 Diagnosen betreffen den gefährlichen „schwarzen“ Hautkrebs.

Welche Arten von Hautkrebs gibt es?
Die gefährlichste Form ist das maligne Melanom, der sogenannte schwarze Hautkrebs. Er kann sich rasch über das Lymphgefäßsystem oder die Blutbahn im Körper ausbreiten. Der sogenannte helle Hautkrebs, zu dem das Basalzellkarzinom und das Plattenephithelkarzinom zählen, ist deutlich verbreiteter, bildet aber seltener Metastasen. Kennzeichen sind leichte Verhornungen auf der Haut, vornehmlich an Stellen, die besonders der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind wie Gesicht und Nacken.

Wie viele Menschen sterben an Hautkrebs?
2012 starben laut Statistischem Bundesamt 2875 Menschen an einem schwarzen Hautkrebs. Die Prognosen sind Experten zufolge vergleichsweise günstig: Zwei Jahre nach der Erstdiagnose leben noch 97,3 Prozent der Männer und 97,5 Prozent der Frauen. Beim hellen Hautkrebs sind die Prognosen noch etwas günstiger. Grundsätzlich gilt: Wird Hautkrebs früh erkannt, bestehen gute Heilungschancen.

Welche Faktoren begünstigen die Entstehung?
Hauptrisikofaktor ist die UV-Strahlung der Sonne, die die Haut schädigen und Krebs hervorrufen kann. Auch das künstliche UV-Licht von Solarien erhöht das Hautkrebsrisiko, weshalb zum Beispiel die Deutsche Krebshilfe von Solarienbesuchen abrät. Neben UV-Strahlen beeinflusst nach Angaben des unabhängigen IQWiG-Instituts vor allem das Erbgut, ob jemand erkrankt.

Kommentare (1)

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PavicsitsWilhelm

13.02.2014, 08:57 Uhr

Wichtig ist der Hinweis, dass Wolken zu denen auch Kondensstreifen zählen, die Sonneneinstrahlung einschliesslich der UV-Strahlung durch Reflexion verstärken, was an ihrem strahlenden Weiß erkennbar ist.
(siehe auch: "Melanom.de - Achtung Wolken"). Ist der zwingende Schluss zulässig: Mehr Flugverkehr - mehr Hautkrebs?

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