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16.09.2013

14:39 Uhr

Atomenergiebehörde

IAEA-Vollversammlung zu Fukushima

Nachdem ein Manager der Betreiberfirma Tepco eingeräumt hat, dass der Kühlkreislauf des havarierten Atomkraftwerks nicht unter Kontrolle sei, verlangen die Aufseher Aufklärung. Kühlwasser könnte ins Meer geflossen sein.

Vertreter der Präfektur Fukushima inspizieren die Tanks des Atomkraftwerks: Kühlwasser könnte ins Meer geflossen sein. ap

Vertreter der Präfektur Fukushima inspizieren die Tanks des Atomkraftwerks: Kühlwasser könnte ins Meer geflossen sein.

WienDie Staaten der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA treffen sich am Montag zu ihrer Vollversammlung in Wien. Mit Spannung werden Informationen zum Stand der Arbeiten am havarierten Reaktor in Fukushima erwartet. Die japanische Delegation will sich am Nachmittag auf einer Pressekonferenz äußern.

Zum Auftakt des Treffens bezeichnete IAEA-Chef Yukiya Amano den Austritt verseuchten Wassers im japanischen Reaktor als „Angelegenheit von höchster Priorität, die dringend gelöst werden muss“.

Der Betreiber Tepco hatte kürzlich bekanntgegeben, dass aus der Atomruine in Fukushima gewaltige Mengen hochverstrahlten Wassers ausgetreten sind. Es wird befürchtet, dass ein Teil davon ins Meer gelangte. Das Wasser stammt aus der Kühlung der beschädigten Reaktoren, in deren Gebäude zusätzlich Grundwasser dringt und sich dort mit Kühlwasser vermischt.

Ein ranghoher Mitarbeiter des Konzerns hatte kürzlich eingeräumt, dass die in den Tanks aufgetretenen radioaktiven Lecks nicht unter Kontrolle seien. In Japan stehen zurzeit alle Atommeiler still, nachdem am Sonntag der letzte stromerzeugende Reaktor zu Routineinspektionen heruntergefahren wurde. Ministerpräsident Shinzo Abe will die Atomruine in Fukushima voraussichtlich an diesem Donnerstag besichtigen.

Von

dpa

Kommentare (4)

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vandale

16.09.2013, 11:38 Uhr

Der Bericht ist ein typischer Zeitungsbericht zum Thema Kernenergie.

Meist sucht man eine Prise Wirklichkeit. Es gibt hierzu 2 reale Anlässe.

Es gibt eine IAEA Vollversammlung auf der auch über das Thema Fukushima gesprochen wird.

Es gibt Undichtigkeiten im provisorischen Kühl-, Tanklagersystem der in Japan verunfallten Reaktoren. Das ist eigentlich wenig erstaunlich für ein solches System. Wenn es beispielsweise eine chemische Anlage zur Herstellung von Vormaterielien für Solarzellen wäre, würde dies allenfalls die Lokalzeitung zur Kenntnis nehmen.

Daraus folgert der Journalist " dass der Kühlkreislauf des havarierten Atomkraftwerks nicht unter Kontrolle sei" Das hört sich gefährlich an und wird viele Menschen beim flüchtigen lesen beeindrucken.

Der Journalist spricht von "hochverstrahlten Wassers". In der Naturwissenschaft gibt es den Begriff "verstrahlt" nicht. Es ist eine undefinierte journalistische Gedankenschöpfung.

Es folgt die Drohung das dieses Wasser ins Meer fliessen könne. Nun, die Meere enthalten ca. 70 Mrd. to radioaktiver Stoffe. Wenn ein paar m3 Wasser mit ein paar gr. radioaktiver Nuklide hinzukommen ist das vergleichbar mit dem versenken eines Salzstreuers in der Ostsee.

Vandale

loco

16.09.2013, 11:54 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Ringkolbenmaschine

16.09.2013, 12:50 Uhr

Die einpaar cbm hochverstralten Wassers kommen doch nicht Tröpfchenweise auf alle Meere verteilt, sondern an einer Stelle punktuell. Ist doch schon ein Unterschied für die
Fische.

Lassen Sie mal einen strengeren Winter oder ein mittleres Erdbeben auf die provisorischen Tanks wirken.
Da kommt Freude auf!!

MfG Ringkolbenmaschine

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