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14.11.2013

06:00 Uhr

Beliebtes Diebesgut

Wie stark schadet der Kupferklau?

Mehr als 7000 Dollar pro Tonne bringt Kupfer derzeit auf dem Weltmarkt ein. Solange das so bleibt, werden Kupferdiebe der Verlockung kaum widerstehen können – und für die Bahn wird es weiter teuer.

Verlegung neuer Kupferkabel: Metalldiebe schlagen vor allem bei der Deutschen Bahn gerne zu. dpa

Verlegung neuer Kupferkabel: Metalldiebe schlagen vor allem bei der Deutschen Bahn gerne zu.

Warum ausgerechnet die Deutsche Bahn am häufigsten von Kupferdieben heimgesucht wird, weiß niemand. Vermutlich ist den Kriminellen unbekannt, das auch Stromkabel der Energieversorger ein attraktives Diebesgut wären. Im vergangenen Jahr haben sie jedenfalls 2700 Mal zugeschlagen und dabei einen Sachschaden von 17 Millionen Euro verursacht.

Für die Bahn ist der Schaden allerdings noch deutlich höher. Denn der Diebstahl von Kabeln für Stromversorgung, Kommunikation oder Signaltechnik führte zu Betriebsstörungen bei 17.000 Zügen, eine Viertel Million Verspätungsminuten kamen zusammen. Besonders aktiv sind die Diebe im Osten Deutschlands, die meisten der 558 festgenommenen Täter kamen aus Osteuropa.

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Das Risiko, erwischt zu werden, steigt, seit die Bahn ihre Kabel mit künstlicher DNA markiert. Die ist unsichtbar, kann aber bei jedem Schrotthändler mühelos entziffert werden. Dann hat der Händler ein Problem, weil er Hehlerware angekauft hat. Solange aber Kupfer auf dem Weltmarkt mehr als 7000 Dollar die Tonne einbringt, bleibt die Verlockung vermutlich groß, und die Bahn muss nach Alternativen Ausschau halten.

Kommentare (2)

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progetti

14.11.2013, 19:52 Uhr

Induktive Energieübertragung aus zubetoniertem Schienenboden wäre eine brauchbare Alternative

100@Arzt

14.11.2013, 20:11 Uhr

Induktive Energieübertragung aus zubetoniertem Boden wäre eine brauchbare Alernative.

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