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30.09.2013

15:24 Uhr

Bis 2025

Kein flächendeckender Ärztemangel in Sicht

Die Arztdichte in Deutschland ist international gesehen spitze. Daran wird sich so schnell nichts ändern, sagen Experten. Sie rechnen jedoch ab 2025 mit Engpässen – und fordern deshalb die Universitäten zum Handeln auf.

Blutdruckmessung beim Hausarzt: Ab 2025 könnte es weniger Mediziner geben als nötig. dpa

Blutdruckmessung beim Hausarzt: Ab 2025 könnte es weniger Mediziner geben als nötig.

BerlinDie Deutschen brauchen sich über ihre ärztliche Versorgung nach Einschätzung von Experten vorerst keine Sorgen zu machen. Ein flächendeckender Ärztemangel sei bis zum Jahr 2025 nicht in Sicht, teilte das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) am Montag als Ergebnis einer Studie mit.

Zwar schieden in den kommenden Jahren rund 6600 Ärzte pro Jahr aus dem Berufsleben aus. Diesen stünden aber jährlich etwa 10.000 Absolventen gegenüber. Positiv wirkt sich der Analyse zufolge zudem die Zuwanderung aus. In der Bundesrepublik arbeiteten schon jetzt mindestens 31.000 im Ausland ausgebildete Ärzte – darunter viele Deutsche.

Die Bundesrepublik liegt nach Angaben der Experten bei der Ärztedichte mit 3,84 Ärzten pro 1000 Einwohnern international an der Spitze. Die USA kommen demnach auf einen Wert von 2,46 Ärzten, Japan auf 2,21. Zwischen 1991 und 2011 hat sich demnach die Zahl der Ärzte in Deutschland um 92.000 und damit rund 40 Prozent erhöht.

Aufgrund der demografischen Entwicklung könne jedoch ab dem Jahr 2025 beim Medizinerberuf ein Engpass entstehen, erklärte das IW. Jährlich müssten dann 9500 Ärzte ersetzt werden. Durch die Alterung der Gesellschaft würden zudem mehr Mediziner benötigt. Die Forscher fordern deshalb mehr Studienplätze an den Universitäten und veränderte Zulassungsverfahren für angehende Mediziner.

Von

rtr

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