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23.07.2013

16:31 Uhr

Britische Forscher

Arsen-Gehalt in Reis kann zu Genschäden führen

In einer Studie haben britische Forscher erstmals den Zusammenhang zwischen Arsen-Gehalt in Reis und einer Genschädigung beim Menschen nachgewiesen. Diese kann zum Auftreten von Krebs führen.

Gefahr durch Arsen: Mit dem Gift belasteter Reis kann Genschäden hervorrufen. ap

Gefahr durch Arsen: Mit dem Gift belasteter Reis kann Genschäden hervorrufen.

ParisEine hohe Belastung von Reis mit Arsen kann einer Studie zufolge beim Verzehr zu Genschäden führen. Forscher der Universität im britischen Manchester wiesen in einer am Montag in der Zeitschrift "Scientific Reports" veröffentlichten Studie mit dem Indian Institute of Chemical Biology im indischen Kolkata erstmals einen Zusammenhang zwischen dem Arsen-Gehalt in verzehrtem Reis und dem Anteil des Gifts im Urin nach. Zudem steige die Krebsgefahr bei Menschen, die zuvor stark mit Arsen belasteten Reis verzehrt hatten, schrieben sie.

So sei bei ihnen eine auffällig hohe Konzentration von Mikronuklei festzustellen, die als Anzeichen für eine Beschädigung der Chromosome gälten, was wiederum zum Auftreten von Krebs führen könne, hieß es in der Studie. Arsen ist ein Gift menschlichen oder natürlichen Ursprungs, das vielerorts im Grundwasser zu finden ist. Es ist seit langem bekannt, dass Arsen im Trinkwasser eine Gefahr für die Gesundheit darstellt. Insbesondere in Bangladesch und im Osten Indiens ist Arsen im Trinkwasser ein Problem.

Die Studie belegt jedoch erstmals, dass auch Arsen in Lebensmitteln eine Gefahr darstellt. Der Studienleiter David Polya erklärte, die Ergebnisse der Studie bestätigten Aufrufe der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und anderer Organisationen zu einer adäquaten Reglementierung des Arsen-Gehalts im Reis. Für die Studie wurde im indischen Bundesstaat West-Bengalen die Konzentration von Arsen im Urin von 417 Freiwilligen gemessen, die Reis mit einem stark variierenden Arsen-Gehalt aßen.

Von

afp

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