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30.07.2013

06:00 Uhr

Bundesfinanzministerium

Wie viel Geld spart Schäuble durch den Niedrigzins?

Anders als die Krisenstaaten Südeuropas gilt Deutschland bei Anlegern als zuverlässiger Schuldner. Dementsprechend niedrig sind die Zinsen, die derzeit für Staatsanleihen geboten werden – zur Freude des Finanzministers.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble: Der Bund spart durch die niedrigen Zinsen viele Milliarden Euro. ap

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble: Der Bund spart durch die niedrigen Zinsen viele Milliarden Euro.

Der Bund nimmt mit seinen Staatsanleihen jährlich rund 250 Milliarden Euro am Kapitalmarkt auf und refinanziert damit vor allem auslaufende Schuldtitel. Und da Deutschland in der derzeitigen Krisensituation in Europa bei Investoren als zuverlässiger Schuldner gilt und sich zudem die Zinssenkungen der EZB auch auf die Refinanzierungskosten auswirken, muss der Bund Anlegern derzeit nur rund 1,6 Prozent Zinsen für zehnjährige Staatsanleihen bieten.

Jetzt hat das Institut für Weltwirtschaft (IfW) das Zinsniveau von 2009 bis heute mit dem von 1999 bis 2008 verglichen und ausgerechnet, wie viel Zinsen Schäuble gespart hat. Es sind rund 80 Milliarden Euro. Da sich die Ersparnis auf die gesamte Laufzeit der jeweiligen Anleihen bezieht, wird auch Schäubles Nachfolger noch von den derzeit niedrigen Zinsen profitieren.

Das Problem: Billiges Geld macht bequem. Und so sieht sich auch Schäuble nicht genötigt, selbst in Zeiten hoher Steuereinnahmen Schulden zu tilgen. Der Schock kommt dann, wenn die Zinslast steigt.

Kommentare (23)

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Eurowahn

30.07.2013, 07:09 Uhr

Schäuble und sparen, ha, ha ! Ja er spart bei den eigenen Leuten!! Und das bei uns gesparte Geld schmeißt er mit vollen Händen den Pleitestaaten in den Rachen !! Wir gelten als zuverlässige Schuldner, ach ja ??? Aber wir gelten in Europa noch mehr als zuverlässige Geldverteiler für die Pleitestaaten. Und nach der Wahl, dann wird uns Herr Schäuble dann wirklich sagen, wo wir dann wieder bei uns selbst sparen müssen. (...) Die CDU forderte eine Mehrwertsteuererhöhung von 2 %. Die SPD sagte vor der Wahl, mit ihr sei eine Mehrwertsteuererhöhung nicht zu machen. Also 2%, die die CDU gefordert hatte und dazu die 0 % der SPD. Ergibt eigentlich dann 2 %. HERAUSGEKOMMEN SIND DANN 3 % ????????????!!!!!!!! (...)

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

Rene

30.07.2013, 07:27 Uhr

Ich denke, er ist sich dessen bewusst. Aber erst mal braucht man einen Haushaltsüberschuss. Der käme, wenn überhaupt, erst 2015, wenn der wählende Steuerzahler nicht lieber Steuerentlastung denn Schuldenabbau bevorzugt.

1234

30.07.2013, 07:34 Uhr

Dieser "Kommentar" ist qualitativ einzigartig.

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