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20.12.2013

16:45 Uhr

Chronobiologie

Mit Tageslicht gegen den Winterblues

Im Winter leiden viele Menschen unter den kurzen Tagen und dem damit verbundenen Lichtmangel. Spaziergänge können helfen, die Stimmung aufzuhellen. Außerdem sollte man das Schlappsein akzeptieren und genug schlafen.

Licht tanken: Auch bei schlechtem Wetter ist das Licht unter freiem Himmel viel intensiver als drinnen. dpa

Licht tanken: Auch bei schlechtem Wetter ist das Licht unter freiem Himmel viel intensiver als drinnen.

MünchenIn der besonders dunklen Zeit rund um den kalendarischen Winteranfang und kürzesten Tag des Jahres empfiehlt der Chronobiologe Till Roenneberg Spaziergänge und viel Schlaf. „Der Winter ist per se eine Jahreszeit, in der wir länger schlafen.

Man sollte deshalb versuchen, seinem Schlafbedürfnis nachzugeben und auch akzeptieren, dass man schlapp ist und Ruhe braucht“, sagte Roenneberg von der Uni München. Am Samstag (21. Dezember) ist Wintersonnenwende – die Nächte werden wieder täglich kürzer.

„Wir sind nicht mehr genug draußen und bekommen nicht mehr genug natürliches Licht“, sagte Fachmann Roenneberg. „Sollte man sich zu melancholisch fühlen, kann man dem entgegenarbeiten und viel nach draußen gehen.“ Das Licht unter freiem Himmel sei auch bei schlechtem Wetter viel intensiver als drinnen. „Wenn man viel rausgeht, kann man außerdem nicht nur der schlechten Stimmung entgegenarbeiten, sondern am Abend auch besser schlafen.“

Roenneberg erläuterte, die meisten Menschen seien es nicht mehr gewöhnt, den jeweiligen Jahreszeiten angepasst zu leben. „Sie wollen jederzeit topfit und aktiv sein. Doch das ist ein Fehler, weil wir als biologische Lebewesen in der Jahresstruktur leben.“

In den Wintermonaten verändere der Körper unter anderem seine Präferenzen für Nahrung, erklärte Roenneberg. „Im Winter isst man mehr Kohlenhydrate, im Sommer mehr Proteine. Die Tatsache, dass wir Weihnachtsplätzchen backen, hat also unter Umständen nicht nur traditionelle Gründe, sie sind schnelle Energienahrung.“

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

21.12.2013, 09:09 Uhr

" „Wenn man viel rausgeht, kann man außerdem nicht nur der schlechten Stimmung entgegenarbeiten, sondern am Abend auch besser schlafen.“"
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Hundefreunde haben das Problem nicht. Die Vierbeiner wollen *jeden* Tag raus, egal, ob's eisig kalt ist, regnet oder schneit, und das mindestens ein, zwei Stunden.

"Roenneberg erläuterte, die meisten Menschen seien es nicht mehr gewöhnt, den jeweiligen Jahreszeiten angepasst zu leben."
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Ich formuliere es noch anders: Die meisten Menschen sind verzärtelte Weicheier, die sich verschreckt hinter'n Ofen verkrümmeln, wenn das Wetter mal nicht "top" ist, und in einem Maße der Natur entfremdet, daß es einen gruselt.

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