Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.05.2014

06:00 Uhr

Creonic

Baupläne für Mikrochips

VonKirsten Ludowig

Das Start-up aus Kaiserslautern hat sich als Zulieferer auf einzelne Funktionen spezialisiert: Die Firma entwickelt Baupläne für Mikrochips. Ein Vorbild hat das junge Unternehmen auch schon gefunden.

Mikrochips: Das Start-up Creonic entwickelt lizenzierbare Baupläne.

Mikrochips: Das Start-up Creonic entwickelt lizenzierbare Baupläne.

Um das Problem mit dem Design von Mikrochips zu beschreiben, braucht Timo Lehnigk-Emden nur ein Wort: Komplexität. „Bei einem Mikrochip sind auf wenigen Quadratmillimetern Fläche haufenweise Funktionen wie Prozessor, Speicher, WLAN, Bluetooth oder GPS untergebracht“, erklärt der 34-jährige Elektrotechnikingenieur. „Nur noch wenige Firmen sind in der Lage, diese Komplexität in den Griff zu kriegen.“

Hier kommt Creonic als Zulieferer ins Spiel, der sich auf einzelne Funktionen spezialisiert hat. Creonic ist ein Spin-off der Technischen Universität Kaiserslautern. Seit 2010 entwickeln Lehnigk-Emden und Matthias Alles mit vier Mitarbeitern lizenzierbare Baupläne für Mikrochips, welche die Kunden dann selbst herstellen. „Das Outsourcing spart Ressourcen beim Mikrochip-Design und senkt das Entwicklungsrisiko, das ziemlich hoch ist“, so Lehnigk-Emden.

Creonic konzentriert sich auf Anwendungsgebiete in der Kommunikationstechnik wie Satellitenübertragung, WLAN oder Mobilfunk. Lehnigk-Emden findet die für das Silicon Valley charakteristische Start-up-Infrastruktur mit Inkubatoren, Netzwerken und Co-Working-Büro zwar hilfreich. Doch genau das habe auch Nachteile im Vergleich mit der Heimat. „Hier sind wir ein Start-up von Tausenden. In Deutschland nur eines von wenigen.“ Zudem biete der Staat viel Starthilfe in Form von Gründungs- oder Forschungsprogrammen.

Ein Vorbild für Lehnigk-Emden und seine Kollegen ist die britische Firma ARM. In 90 Prozent aller Handys und Smartphones finden sich Prozessoren mit ARM-Architektur. „Wir wollen das Pendant in der Kommunikationstechnik werden.“

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×