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11.12.2013

18:38 Uhr

Demenz bedroht die Welt

Problem erkannt, doch nicht gebannt

Demenz hat sich zu einer der großen Volkskrankheiten unserer Zeit entwickelt. Die Zahl der Betroffenen steigt rasant, die Regierungen taten bisher wenig. Ob ein G8-Gipfel in London das ändern kann, ist mehr als fraglich.

Ein Kind gibt während des Besuchs seiner Schulklasse im Generationenzentrum Sonnenberg einer alten Frau die Hand: Demenz ist eine der größten Volkskrankheiten unserer Zeit. dpa

Ein Kind gibt während des Besuchs seiner Schulklasse im Generationenzentrum Sonnenberg einer alten Frau die Hand: Demenz ist eine der größten Volkskrankheiten unserer Zeit.

LondonAlle vier Sekunden wird irgendwo auf der Welt bei einem Menschen Demenz diagnostiziert. Mindestens 35 Millionen Menschen – nach neuen Statistiken der internationalen Alzheimer-Gesellschaft sogar 44 Millionen Menschen – sind jetzt schon betroffen, davon 1,4 Millionen in Deutschland. Im Turnus von 20 Jahren verdoppelt sich die Zahl, bis 2050 sollen es 135 Millionen Demenz-Kranke sein.

„Es ist eine Krankheit, die Leben stiehlt, die Herzen bricht und Familien zerstört“, sagte David Cameron am Mittwoch auf dem G8-Gipfel zur Demenz in London. Dort hatte der britische Premierminister Gesundheitspolitiker, Wissenschaftler und Vertreter der Pharma-Industrie aus allen Erdteilen zusammengerufen. Das Problem ist erkannt. Doch gebannt ist es längst nicht.

Modellprojekt: Ein Dorf für Demenzkranke

Modellprojekt

Ein Dorf für Demenzkranke

Ein ambitioniertes Projekt aus den Niederlanden könnte auch hierzulande Schule machen.

Aus wissenschaftlicher Sicht ist der Kampf gegen die Demenz vor allem ein Zeitproblem. Die Diagnose kommt bisher viel zu spät. Wenn beim Patienten Gedächtnisprobleme einsetzen und der Arzt die Diagnose stellt, sind bereits 20 Prozent der Gehirnzellen abgestorben. Die langsame Zersetzung des Hirns hat aber schon 15 Jahre vorher eingesetzt. „Es ist absolut entscheidend für die Forschung, dass sie in einem frühen Stadium ansetzt“, sagt Professor Nick Fox, Leiter des Demenz-Forschungszentrums am Londoner University College.

Die Alzheimer-Krankheit

Was ist Alzheimer?

Die Alzheimer-Krankheit, benannt nach dem deutschen Neurologen Alois Alzheimer, ist eine hirnorganische Krankheit. Dabei werden im Gehirn durch Eiweißablagerungen langsam Nervenzellen zerstört.

Wie häufig tritt Alzheimer auf?

Wo die Gesellschaft stark altert, gibt es dementsprechend viele Betroffene: Alleine in Deutschland gibt es derzeit rund 1,4 Millionen Patienten.

Was ist der Unterschied zwischen Alzheimer und Demenz?

Alzheimer ist lediglich eine mögliche Ursache für Demenz – allerdings mit Abstand die häufigste. Deutlich über 50 Prozent der Demenzfälle sind auf Alzheimer zurückzuführen. Die zweithäufigste Form ist die Vaskuläre Demenz, bei der kleine Infarkte im Gehirn auftreten.

Woran erkennt man Alzheimer?

Gedächtnis- und Orientierungsstörungen gehören zu den Kardinalsymptomen. Außerdem treten oft Sprachstörungen und Veränderungen der Persönlichkeit auf.

Gibt es vorbeugende Maßnahmen?

Einen Schutz wie etwa eine Impfung gibt es bei der Alzheimer-Krankheit nicht. Unter anderem können aber körperliche Aktivitäten, eine cholesterinarme Ernährung und gegebenenfalls eine Behandlung von Bluthochdruck das Risiko einer Erkrankung verringern.

Wissenschaftler in aller Welt versuchen, mit allen möglichen Methoden mehr Aufschlüsse über die noch immer rätselhafte Krankheit und ihre Entstehung zu bekommen. Dazu zählen Reihen-Aufnahmen im Kernspin-Tomographen und Bluttests. Bei allen Anstrengungen ist derzeit kaum einer so vermessen, eine Therapie für eine wirksame Heilung in Aussicht zu stellen.

Ein Medikament, das eine Verzögerung des Verlaufs bewirken könnte, wäre schon ein riesiger Erfolg. Es gibt einen gewissen Optimismus: „Ich glaube stark daran, dass wir in fünf Jahren gute Chancen auf ein oder zwei Wege haben werden, das Fortschreiten von Demenz zu hemmen, was natürlich eine Art Gütesiegel wäre“, sagt Jan Lundberg vom Pharmakonzern Lilly.

Kommentare (5)

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Michel

11.12.2013, 18:58 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Frieda

12.12.2013, 08:10 Uhr

Was ist die größte Geisel / Bedrohung für den Menschen?
a) Krebs
b) Hunger
c) Herzkreislauferkrankungen
d) Krieg / Vertreibung
e) Malaria
f) Verlust an landwirtschaftlichen Flächen
g) Wassermangel
h) Ozonloch
i) Demenz
j) Umweltzerstörung
k) peak oil / gas / uran
l) zunehmende Unfruchtbarkeit
m) Vereinsamung / Verarmung
n) Waldsterben
o) big brother
p) Überbevölkerung
q) Artensterben
r) Klimawandel
s) Asteroiden Einschläge
t) Zusammenbruch des Finanzsystems
u) Vogelgrippe
v) Legionellen im Trinkwasser
w) Migrationsströme
x) Unterdrückung und Korruption
y) ... da lässt sich bestimmt noch etwas finden ....
z) ...

Den Schlagzeilen nach zu urteilen wird es für uns alle Zeit das Testament zu machen.

Account gelöscht!

12.12.2013, 08:35 Uhr

Das Problem mag erkannt sein, die Ursache nicht.

Es gibt 90jährige die völlig klar sind.

Die zunehmende Demenzproblematik ist mE ein weiteres Ergebnis der hemmunglosen Vergiftung der Bevölkerung.

Jüngstes Beispiel ist Aluminium, was uns allen jahrzehntelang verabreicht wurde auf diversen Wegen.

Wir werden irgendwann alle dahinsiechen, aber Hauptsache das Wirtschaftswachstum stimmt.

"Unsere Gesellschaft wird von Verrückten geführt, für verrückte Ziele. Ich glaube wir werden von Wahnsinnigen gelenkt, zu einem wahnsinnigen Ende, und ich glaube ich werde als Wahnsinniger eingesperrt, weil ich das sage. Das ist das wahnsinnige daran."

John Lennon - erschossen 1980

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