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04.02.2014

09:57 Uhr

Diagnose Krebs

Zeitbombe Fehlernährung

Gefährliches Essen: Krebsforscher machen mobil gegen falsche Ernährung. Als Krebs-Risikofaktor wird neben dem Konsum von Tabak die Fettleibigkeit immer wichtiger – denn die Zahl der Übergewichtigen steigt.

Labor für Tumorforschung: Experten warnen vor falscher Ernährung als Ursache für Krebs. dpa

Labor für Tumorforschung: Experten warnen vor falscher Ernährung als Ursache für Krebs.

HeidelbergDer größte Risikofaktor für Krebserkrankungen ist nach wie vor das Rauchen. Doch das Image der Zigaretten hat stark gelitten, nicht zuletzt dank zahlreicher Kampagnen: Der Tabakkonsum geht seit Jahren deutlich zurück. Gleichzeitig gibt es immer mehr Dicke - weshalb ein anderer Krebs-Risikofaktor zunehmend in den Fokus rückt. „Es könnte durchaus sein, dass der Faktor Übergewicht und Fehlernährung in diese Lücke stößt“, sagt der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), Otmar Wiestler. Anlässlich des Weltkrebstages an diesem Dienstag warnt das Heidelberger Zentrum vor der Zeitbombe falsches Essen.

„Wir haben immer mehr Hinweise dafür, dass unser westlicher Lebensstil mit Überernährung, Übergewicht und Stoffwechselstörungen zu einer erheblichen Zunahme von Krebserkrankungen führt“, erläutert Wiestler. „Der Zusammenhang ist relativ klar für Krebserkrankungen im Magen-Darm-Bereich. Aber auch für Brustkrebs, Prostata- und Bauchspeicheldrüsenkrebs scheint das so zu sein.“

Mit dem Zusammenhang zwischen Ernährung und Krebs beschäftigt sich die Forschung schon seit langem, doch heute scheint er aktueller denn je. „Es ist davon auszugehen, dass die Kombination aus Überernährung, Übergewicht und Stoffwechselstörungen einer der entscheidenden Krebsrisikofaktoren der Zukunft sein wird - wenn wir nichts dagegen unternehmen“, warnt Wiestler. Die Weltgesundheitsorganisation WHO betrachtet Übergewicht und Fettleibigkeit als weltweite Epidemie. 1,4 Milliarden Erwachsene gelten als übergewichtig, ein Drittel davon als fettleibig.

Laut DKFZ wird immer deutlicher, dass Ernährungsgewohnheiten erheblich an der Entstehung von Krebs beteiligt sind. Ihr Anteil daran soll bei schätzungsweise 20 bis 42 Prozent liegen. Es ist das Warum, das die Krebsforscher derzeit vor allem umtreibt.

Kommentare (13)

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Fettleibige

04.02.2014, 10:13 Uhr

Wie sagte man vor 50 Jahren so schoen, als erste Fettleibige zu sehen waren?: "Vor der Waehrungsreform, d.h. vor 1948, hat es keine Fettleibigen gegeben". Es wurde aber viel geraucht und auch Alkohol konsumiert. Forscher forschen, ob sie was finden?

karma

04.02.2014, 10:25 Uhr

Fehlernährung führt eigentlich nicht zum Krebs. Generell kann man sagen, dass hauptsächlich die "lieben" Menschen Krebs bekommen. Wir alle haben immer mutierte Zellen (Krebzellen) in uns, doch wenn das Immunsystem versagt, bekommen die Krebszellen ihre Chance.

Fehlernährung (meist Übersäurung) führt dagegen zu:
- Gelenkerkrankungen
- Herzinfakt
- Schlaganfall
- Nierenproblme
- Leberprobleme

Aber auch da gibt es fast zum Nulltarif Baisch-Pulver aus der Apotheke, die man sich besser selbst zusammen mischt.

So, die Staubsuger-Vertreter der Pharema (Ärzte und Gehilfen) werden mich nun wohl steinigen, aber so es es trotzdem. Krankheit beginnt IMMER im Kopf und es gibt keinen Zufall.

sirevg

04.02.2014, 11:15 Uhr

@ Michel: Wie Recht Sie haben!
Menschen, die sich für Ernährung interessieren empfehle ich das Buch "Unsere Nahrung - unser Schicksal" von Dr. Max-Otto Bruker!

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