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10.04.2014

12:40 Uhr

EEG-Rabatte

Ohne Lobby, ohne Chance

VonJürgen Flauger

Der private Stromkunde hat den Verteilungskampf um die Kosten der Energiewende verloren. Die Belastung durch die EEG-Umlage ist für viele Haushalte bereits spürbar – und die Strompreise werden so bald nicht sinken.

Ökostrom: Umweltfreundlich aber teuer. Ein durchschnittlicher Haushalt zahlt bereits 200 Euro im Jahr für die Finanzierung der Energiewende. dpa

Ökostrom: Umweltfreundlich aber teuer. Ein durchschnittlicher Haushalt zahlt bereits 200 Euro im Jahr für die Finanzierung der Energiewende.

Sigmar Gabriel sprach ja ganz offen aus, wo die Prioritäten liegen: Es geht um Hunderttausende Arbeitsplätze, machte der Bundeswirtschaftsminister klar. Hätte er stattdessen etwa die privaten Haushalte um 40 Euro pro Jahr entlasten sollen?

Der Verteilungskampf um die Kosten der Energiewende hat jedenfalls einen klaren Verlierer: den deutschen Verbraucher. Die Industrie wird ihre Privilegien, die sie in einem hohen Maße von der Finanzierung der Energiewende befreit, zum Großteil behalten. Das hat Gabriel in harten Verhandlungen mit der EU-Kommission durchgesetzt. Die privaten Haushalte müssen sich dagegen auf eine weitere Erhöhung der EEG-Umlage einstellen.

Letztlich ist Gabriels Argument mit den Arbeitsplätzen natürlich bestechend. Für Aluminium-, Stahl- oder Chemieunternehmen, bei denen die Stromkosten schnell ein Drittel der gesamten Kosten ausmachen, ist der Strompreis in der Tat ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Und die Drohung, bei zusätzlichen Belastungen würden Standorte verlegt, ist real. Vor allem die USA ziehen schon jetzt wegen ihrer niedrigen Energiepreise Produzenten an.

Es ist deshalb verständlich, dass Gabriel die Privilegien nur behutsam kappt. Lediglich die schlimmsten Auswüchse werden korrigiert. Nur Unternehmen, die nicht im internationalen Wettbewerb stehen, müssen die EEG-Umlage künftig komplett bezahlen.

Kommentare (2)

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10.04.2014, 13:01 Uhr

• Haushalte haben Belastungsgrenze erreicht. Das stimmt zwar, nur das die Rechnung durch die Öko-Sozialistische Planwirtschafts-Propaganda noch viel, viel teurer werden wird.
Frage an die Redaktion:
Wann berichtet das HB denn über die geplante Errichtung von "Staatskraftwerken" um den drohenden Blackout in Deutschland abzuwenden?
Und über die Tatsache, dass wir in Kürze aus dem elben Grund Atomstrom aus dem französischen Atomkraftwerk Fessenheim beziehen MÜSSEN?
Die Welt ist da schon etwas weiter als Sie, und der Artikel hat auch mehr Kommentare:
http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article126769283/Staatskraftwerk-aus-Angst-vor-Blackouts-geplant.html

Account gelöscht!

10.04.2014, 14:00 Uhr

Der deutsche Bürger wollte, diesen ganzen linken Klimaökowahn, dann soll er auch dafür bezahlen. Basta

Kein Mitleid mehr mit den Biedermeierschläfern 2.0 in Germany. Lasst sie zahlen, auf ewig.

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