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16.01.2014

06:00 Uhr

Eicke Weber

„Visionen stiften uns an, mehr zu tun“

Der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme gehört zu den Machern der Energiewende. Eicke Weber über Weltrekorde und die Bedeutung von Visionen.

Eicke Weber ist Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme in Freiburg. Fraunhofer Gesellschaft

Eicke Weber ist Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme in Freiburg.

Welche Innovation hat die Welt am nachhaltigsten verändert?
Sicher die Erfindung des Rades und die Zähmung des Feuers. In unserer Zeit die Entwicklung der Mikroelektronik, die moderne Computer, aber auch Smartphones erst möglich macht.

Wer ist für Sie der größte Visionär?
Unter den heute Lebenden, Jeremy Rifkin. Ich teile seine Visionen praktisch vollständig.



In welchen Momenten kommen Ihnen die besten Ideen?
In Konferenzen, beim Zuhören zu Vorträgen von Kollegen, oder in den Diskussionen nach solchen Vorträgen.

Sollte der, der Visionen hat, wirklich zum Arzt gehen?
Nein, Menschen ohne Visionen sind arm. Visionen stiften uns an, mehr zu tun als die Mitmenschen. Einer Vision folgend wurde bereits viel auf der Erde bewegt.

Über Eicke Weber

Ämter

Der Physiker ist Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg, dem größten Solarforschungsinstitut Europas. Seit Januar 2013 ist er Gründungspräsident des Bundesverbands Energiespeicher in Berlin, seit Mai 2013 außerdem Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Erneuerbare Energien der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Auszeichnungen

1994 erhielt Eicke Weber den Humboldt-Preis und 2006 das Bundesverdienstkreuz. Drei Jahre später zeichnete die Electrochemical Society ECS in San Francisco ihn mit dem Electronics and Photonics Division Award aus. Im Juni 2013 wurde er mit dem SolarWorld Einstein Award geehrt.

Auf welchen beim ISE erzielten Durchbruch sind Sie besonders stolz?
Wir halten sowohl den Weltrekord mit der höchsten Konversionseffizienz von Sonnenlicht in Strom von 44,7 Prozent (bei 400x Konzentration) als auch der höchsten Konversionseffizienz von Gleichstrom in Wechselstrom von 99,03 Prozent. Es fällt mir schwer mich zwischen diesen beiden Durchbrüchen zu entscheiden.

Von

mdo

Kommentare (5)

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HofmannM

16.01.2014, 10:10 Uhr

Dieser Eicke Weber hat über die Energiegewinnung und die Energieverteilung die wir für unsere Wohlstands- und industriellen menschlichen Bedürfnisse benötigen, nicht die geringste Ahnung. Energiewende (Wind/Sonne) = Mangel und Armut für eine Gesellschaft! Die Energiezukunft (Forschung und Entwicklung) gehört der Kernkraft, Hr. Eicke Weber! Wenn überhaupt, dann entwickeln Sie endlich in der Kernkrafttechnik Visionen. Danke!

Wagnerjohann

16.01.2014, 15:07 Uhr

Ein Mensch (wie Eicke Weber), der was auch kommen möge,
niemals die andern glatt belöge,
lügt drum (mit Visionen), denn dies scheint ihm erlaubt,
zuerst sich selbst an, bis er's glaubt,
und was er dann für Wahrheit hält,
versetzt er dreist der ganzen Welt.
Von wem?

Account gelöscht!

16.01.2014, 19:02 Uhr

Es ist alles verfügbar für eine Energiewende. Kernkraftwerke , Gas- und Kohlekraftwerke produzieren Strom mit Generatoren. Wenn man die Generatoren auf einem Mast montiert und mit Flügeln ausstattet braucht man keinen Kraftstoff und es fällt kein 1000 Jahre strahlender hochradioaktiver Abfall an. Solarthermie schafft die Umsetzung von 80% und mehr der elektromagnetischen Strahlung der Sonne in Wärme. Photovoltaik schafft ca 25% Umsetzung in Strom. Autos kann man sicher bauen und trotzdem mit 3 Liter Kraftstoff betreiben schon seit 10 Jahren. Wir müssten dass alles nur umsetzen. Autos mit 300 bis 600 PS braucht kein Mensch - Menschen leben sehr schlecht mit so viel Abgas - beispielsweise in Peking. Es ist zeitgeschichtlich problematisch wenn fossile Energieträger wie GAS, Öl und Kohle, welche über ca. 600.000.000 Jahre durch die Sonne erzeugt wurden innnerhalb von nur ca. 200 bis 300 Jahren komplett verbrennt. Herr Weber hat zuwenig zielführende Visionen. Zielführend ist allein die konkrete Umsetzung. Das es alles so funktioniert kann man an vielen Einzelbeispielen nachweisen.
Der vorherige Kommentator des Herrn HofmannM steht unter dem Motto "nach mir die Sintflut" er sollte mal an seine Enkel denken.

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