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12.05.2014

14:58 Uhr

Eigenheim modernisieren

Gut gedämmt ist die halbe Miete

VonAnne Wiktorin

Besonders energieeffizient gelten Eigenheime aus der Fabrik und auch ältere Fertighäuser lassen sich nachrüsten. Bei der Modernisierung müssen allerdings die Kosten abgewägt werden.

Neubau: Eigeheime aus der Fabrik gelten als besonders energieeffizient. dpa

Neubau: Eigeheime aus der Fabrik gelten als besonders energieeffizient.

Die Bundesregierung ist unzufrieden. Das Projekt „Energiewende“ läuft nicht rund. Dem erklärten Ziel, bis zum Jahr 2050 den Energieverbrauch von Gebäuden um 80 Prozent zu senken, hinkt man jedenfalls mächtig hinterher. Gerade einmal ein Prozent aller bestehenden Häuser wird derzeit pro Jahr wärmetechnisch auf den neuesten Stand gebracht. Viel zu wenig, um Deutschlands Häuser bis zur Jahrhundertmitte wie versprochen auf Klimaneutralität zu trimmen. Dazu müsste die Sanierungsquote anderthalbmal so hoch liegen, sagt die Deutsche Energie-Agentur (Dena).

Im März dieses Jahres starteten Bundesregierung und Dena deshalb eine neue Kampagne: Unter dem Motto „Die Hauswende“ will sie Eigentümern die Dringlichkeit der Sanierungserfordernisse vor Augen führen und sie so motivieren, möglichst rasch in die Modernisierung der eigenen vier Wände zu investieren.

Nutzen der Modernisierung abwägen

Gut und preiswert

Die einfachsten Maßnahmen sind manchmal die effektivsten. Das gilt auch dann, wenn man die Energiebilanz seines Hauses verbessern will. Die Kellerdecke oder den Boden des unbeheizten Dachgeschosses zu dämmen ist simpel und kostengünstig - bringt aber viel Ersparnis, sagt der Sachverständige Norbert Bogusch.

Arbeit bündeln

Ob sich eine energetische Sanierung rechnet, hängt auch vom Zeitpunkt ab. Wirtschaftlicher ist es, ohnehin notwendige bauliche und technische Instandhaltungsarbeiten an Fassade, Dach, den Fenstern oder der Heizung mit energetischen Maßnahmen zu kombinieren.

Der Nachholbedarf ist groß: Die Dena schätzt, dass noch etwa 60 Prozent der 15 Millionen Ein- und Zweifamilienhäuser unzureichend gedämmt sind. Nur bei einem kleinen Teil von ihnen dürfte es sich dabei allerdings um Fertighäuser handeln. Groben Schätzungen zufolge ist höchstens jedes zehnte deutsche Eigenheim ein vorgefertigtes Haus in Holztafelbauweise. Seine Besonderheit: Es wird komplett in der Werkshalle vorproduziert und in wenigen Tagen auf der Baustelle montiert.

„Energetisch betrachtet stehen auch die älteren dieser Häuser nicht schlecht da“, sagt Achim Fischer, Bauexperte bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Da die Außenwände in der Regel aus einer mit Dämmstoff ausgefachten und mit Holzwerkstoff- und Gipskartonplatten verkleideten Holzrahmenkonstruktion bestehen, haben sie - und hatten dies schon immer - energetisch einige Vorteile gegenüber einem gemauerten Haus: Schon bei vergleichsweise geringer Wandstärke lässt sich ein hoher Wärmeschutz erreichen.

Kommentare (2)

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12.05.2014, 15:18 Uhr

Und die naechste Verarsche fuer Immobilienbezitzer, Daemmmassnahmen die sich in 100 Jahren nicht rentieren.

Account gelöscht!

12.05.2014, 16:26 Uhr

Sehr richtig, denn ich habe auch noch keine nachvollziehbaren Amortisationsnachweise gesehen. Wäre mal als Uni-Thema bzw. als Diplomarbeit angezeigt. Wahrscheinlich wird deswegen auch nichts zu Ende gebracht. Alles nur Beschäftigungstherapie und Wirtschaftsankurbelungsmethode zur Generierung von Steuereinnahmen um den irrsinnigen Kapitalbedarf der BRD zu finanzieren.

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