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17.01.2014

10:00 Uhr

Energiebedarf

Niedrigere Heizkosten dank mildem Herbst

Die Abrechnung für das vergangene Jahr wird nicht so hoch ausfallen wie anfangs befürchtet. Grund sind die milden Temperaturen zum Jahresende.

Mildes Herbstwetter: Wer mit Heizöl heizt, kann sich über einen Kostenrückgang freuen. dpa

Mildes Herbstwetter: Wer mit Heizöl heizt, kann sich über einen Kostenrückgang freuen.

BerlinDie milden Temperaturen von September bis Dezember bewahren Mieter und Hauseigentümer vor einer allzu hohen Heizkostenrechnung. Der niedrige Energiebedarf und die stabilen Preise im vierten Quartal gleichen den langen und kalten Winter Anfang 2013 aus, wie der Deutsche Mieterbund am Donnerstag in Berlin mitteilte. Damit werde die Heizkostenabrechnung für das vergangene Jahr nicht so hoch ausfallen wie noch Mitte 2013 befürchtet.

Der Mieterbund hatte im Oktober einen Anstieg der Heizkosten um bis zu 18 Prozent prognostiziert. So schlimm wird es nicht kommen: Wer mit Fernwärme heizt, müsse mit einem Anstieg der Heizkosten um acht Prozent rechnen, wer mit Gas heizt, mit einem Plus von rund sechs Prozent, wie Mieterbund-Geschäftsführer Ulrich Ropertz der Nachrichtenagentur AFP sagte. Wer mit Heizöl heizt, der könne sich sogar über einen Rückgang der Heizkosten um ein Prozent freuen.

Der Winter 2013 war sehr kalt und lang gewesen. Bis Mai stiegen die Heizkosten nach Berechnungen des Mieterbundes um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zum Jahresende hin aber mussten Mieter und Hausbesitzer weniger heizen als im selben Zeitraum 2012. Gleichzeitig profitierten sie von den stabilen Energiepreisen: Gas wurde im Jahresdurchschnitt nur 1,2 Prozent teurer, Fernwärme um 3,1 Prozent, und der Ölpreis sank sogar um rund sechs Prozent.

Von

afp

Kommentare (2)

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HofmannM

17.01.2014, 10:12 Uhr

Jetzt kann man mal sehen, für was ein "milder" Winter gut ist! Genießen wir diesen milden Winter! Eines ist nämlich sicher, es wird in den nächsten Jahren noch einige verdammt kalte und lange Winter auf uns zukommen!

Sonnenschein

17.01.2014, 11:20 Uhr

Ob der jeweilige Winter nun kalt oder warm wird, hat zu 99% etwas mit Wetter und zu 1% etwas mit Klima zu tun. Sich darauf zu verlassen, dass die Winter aufgrund des anthropogenen Klimawandels in Mitteleuropa auf eine Sicht von 10 Jahren dauerhaft milder werden, wäre zu einfach.

Auch wenn sich mittlerweile zeigt, dass z.B. die Tage mit Schnee in den letzten Jahrzehnten signifikant abgenommen haben und die Tage mit Temperaturen unter 0°C ebenfalls, wird man mittelfristig die Energiekosten nur dadurch in den Griff bekommen, dass die Häuser vernünftig gedämmt werden.
http://www.wetterprognose-wettervorhersage.de/component/content/article/1906.html
Neue Einfamilienhäuser, die nach aktueller Energieeinsparverordnung gebaut sind, verbrauchen heute nur noch ein Fünftel der Heizenergie von Häusern der 50er Jahre. Wer mehr Geld investieren möchte, kann sein Haus so ausstatten, dass es in Summe überhaupt keine Energie mehr braucht oder sogar Energie liefert.

Es ist nicht zu erwarten, dass die Energiepreise sinken werden; im Gegenteil. Wer sparen will, muss nach Möglichkeit also weniger Energie verbrauchen.

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