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20.01.2014

06:00 Uhr

Energieeffizienz in Serie

Wann kommen die Wasserstoff-Autos?

Längst gibt es Alternativen zu Benzin und Diesel. Eine davon ist Wasserstoff. Forschungsmodelle gibt es schon viele – doch in den letzten Jahren gab es auch immer wieder Rückschläge bei der Entwicklung.

Wasserstofftankstelle in Hamburg: Für den Erfolg der Autos ist auch ein entsprechendes Tankstellennetz notwendig.

Wasserstofftankstelle in Hamburg: Für den Erfolg der Autos ist auch ein entsprechendes Tankstellennetz notwendig.

Spätestens als den Deutschen in der Ölkrise 1973 das Autofahren am Sonntag verboten wurde, stellt sich der Autoindustrie eine Frage: Gibt es eine Alternative zu Benzin und Diesel? Es ist ein alter Traum: Auto fahren mit Wasser – oder besser gesagt mit Wasserstoff.

Fast ein halbes Jahrhundert später scheint es endlich soweit zu sein. Bereits im nächsten Jahr will der japanischen Autohersteller Toyota die ersten Serienfahrzeuge auf den Markt bringen. Das Auto soll jedoch erst einmal nur in Kalifornien verkauft werden.

Auch die deutschen Konzerne setzen auf Wasser: Daimler schickte bereits vor vier Jahren seine B-Klasse F-Cell auf eine Weltumrundung. Man kooperiert mit Ford und Nissan, um den internationalen Durchbruch zu schaffen. Der Starttermin für das erste Serienauto wurde zwar auf 2017 verschoben, aber nach Konzernangaben soll es dann endlich kommen. Und auch die Konkurrenz hat ehrgeizige Pläne: „Wir befinden uns der Prototypphase“, sagt ein BMW-Sprecher, aber man habe keine Eile. Auch Audi und VW haben Forschungsautos.

Für den Massenerfolg wird der Preis entscheidend sein. Daimler will nicht einmal einen ungefähren Wert nennen, in Unternehmenskreisen ist aber von einem Preis auf dem Niveau der Hybridfahrzeuge die Rede. Der Konkurrent Toyota ist da schon konkreter – unter 40.000 Euro sollen es sein. Die großen Mengen von Platin, die bisher gebraucht wurden, um Wasser- und Sauerstoff reagieren zu lassen, sind nicht mehr nötig – das senkt den Preis.

Wie funktioniert die Brennstoffzelle? Es findet eine sogenannte Kalte Verbrennung statt, bei der Wasser- und Sauerstoff bei unter 100 Grad reagieren. Aus der Energie wird dann Strom, der dann einen Elektromotor antreibt. Die energetische Effizienz liegt nahezu doppelt so hoch wie die modernster Benzinmotoren.

Kommentare (11)

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20.01.2014, 08:33 Uhr

Was bei den PKWs erst kommt, gibts bereits bei Bussen, und das schon seit mehreren Jahren. Diese fahren bereits in Kanada, Brasilien, Schottland, USA und bald auch in den Niederlanden und China. Der Entwicklungsstand ist aus der Erprobungsphase heraus und ist Serienreif. Aber die Anwendungsbereich sind noch vielfältiger... Notstromversorgung, Kleinkraftwerke, etc. Führend und sehr breit aufgestellt mit Partnern, wie VW, Ford, Daimler, Toyota ist Ballard Power. A0RENB. Deren Technik wird die Zukunft der Mobilität prägen und sicher auch nicht nur ausschließlich da, sondern auch bei anderweitigen Versorgungslösungen.

HofmannM

20.01.2014, 08:45 Uhr

Solange es genug Oel und Gas gibt, solange wird es keine kostenspieligen und technisch beschränkten Zweitlösungen wie es Wasserstoff nun mal ist nicht geben!
In den nächsten 1000 Jahre wird dies auch nicht der Fall sein, dass uns das Oel und das Gas ausgehen wird. Im Gegenteil!
Und dann wird es statt Wasserstoff eher eine Kernbrennstoffzelle geben!

Account gelöscht!

20.01.2014, 09:01 Uhr

Mit Ihrer Prognose, wäre die Menschheit immernoch bei der Verbrennung von Tranöl hängen geblieben.

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