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28.08.2013

06:00 Uhr

Energieverbrauch

Was ist ein intelligentes Stromnetz?

Ein guter Teil des Stroms stammt heute aus Wind- und Solarenergie. Damit steht Deutschlands Stromnetz vor einer Herausforderung: Es muss intelligent werden. Sonst drohen Unternehmen und Verbrauchern Stromausfälle.

Arbeiten an einer Stromleitung: Netzbetreiber wollen Informationen aus Daten zur Stromproduktion sammeln. ZB

Arbeiten an einer Stromleitung: Netzbetreiber wollen Informationen aus Daten zur Stromproduktion sammeln.

Unterstützt von der Bundesregierung arbeiten die Netzbetreiber am „Smart Grid“, dem intelligenten Stromnetz. Das Stromnetz besteht aus konventionellen Kraftwerken sowie Wind- und Sonnenenergie-Anlagen jeder Größe, die über ein 1,8 Millionen Kilometer langes Netz von Freileitungen und Erdkabeln mit Millionen Stromabnehmern in Haushalten und Betrieben verbunden sind.

Damit es keine Stromausfälle gibt, müssen Stromeinspeisung und Stromabnahme stets ausgeglichen sein. Da heute ein Viertel des Stroms von Wind- und Solaranlagen produziert wird, deren Stromabgabe stark schwankt, ist das eine Herausforderung. „Eine intelligente IT-Infrastruktur und neue Hard- und Softwarekomponenten können das Stromnetz effizienter machen“, glaubt Ingo Denkewitz, Smart-Grid-Experte bei GE.

Intelligent soll das Stromnetz werden, indem es mit einem Datennetz gekoppelt wird. Dieses soll Informationen liefern, wo wie viel Strom produziert wird und Stromgeräten Signale senden, wann sie Strom abnehmen sollen. So könnten Akkus von Elektroautos nachts laden – oder dann, wenn Wind weht und die Sonne scheint.

Kommentare (9)

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AchimBehrenwaldt

28.08.2013, 07:29 Uhr

Wie will man mit einem "Smart Grid" Angebot und Nachfrage ausgleichen ? Will man den Stromerzeugern vorschreiben, wann sie wie viel produzieren sollen, und den Verbrauchern, wann sie wie viel verbrauchen dürfen ? Das geht doch gar nicht, zumal die Änderungen mitunter sehr kurzfristig notwendig sind (z.B. bei Ausfall eines Kraftwerks) ! Meines Erachtens ist das nur über einen variablen Strompreis möglich: Bei steigendem Bedarf steigt der Strompreis so lange, bis durch zusätzliches Angebot und/oder sinkende Nachfrage die Balance wieder hergestellt ist und der Preis wieder sinkt. Verbraucher können dann ihre Waschmaschine und den Wäschetrockner über ein Vorschaltgerät (ähnlich wie Zeitschaltuhr) so einstellen, dass diese erst bei Unterschreiten eines eingestellten (programmierten) Preises starten.
Der Preis kann an der Börse ermittelt und über das Internet sowie als Modulation auf dem Stromnetz verbreitet werden, so dass sich jeder darauf einstellen kann. Das setzt zwar einen anderen Zähler voraus, lohnt sich aber, weil man dann zumindest gelegentlich besser ei- und verkauft als zum Festpreis (Tarif).

HofmannM

28.08.2013, 07:40 Uhr

Dieser Smart-Grid ist nichts anderes als eine Schachpunktstelle, die in unser Stromnetz eingebaut werden soll. Lege ich an das "noch" freie Stromnetz eine IT-Software an, dann kann ich unser deutsches Stromnetz jeder Zeit überwachen. Und überwachen heißt in diesen Fall, ich kann jeden X-beliebigen Verbraucher in Deutschland mit den Strom beliefern oder eben auch NICHT beliefern!
Wirtschaft/Unternehmen und der freie Bürger wird dadurch unter Kontrolle durch das Diktat des Smart-Grid gebracht!
Im heutgien freien Stromnetz hat jeder Haushalt UNEINGESCHRÄNKT einen Zugang zu dem Stromnetz und das Stromnetz liefer UNEINGESCHRÄNKT den Strom zu JEDEN ENDVERBRAUCHER in Deutschland! Mit dem Smart-Grid wird das nicht mehr gewollt sein. Da bekommt der Verbraucher und damit Bürger nur dann einen Strom ins Haus geliefert, wenn dieser von den neuen "Smart-Grid-ELITEN" so gewollt ist. Der Smart-Grid ist eine neue Unterdrückungsart des deutschen Bürger durch Rationierung der Stromzufuhr! Macht endlich diese irrsinnige und volksverhöhnende diktierte Energiewende rückgängig und schafft dieses asoziale und perfide EEG ab! Diese sog. Erneuerbare Energien sind und bleiben ein Wohlstandsvernichtungs-Werkzeug am deutschen freien "sozial" Staat! Lug und Trug prägen diese Erneuerbare Energiebranche der Abzocker am deutschen Endverbraucher!

vandale

28.08.2013, 08:10 Uhr

Das "Intelligente Netz", oder "Smart Grid" ist letztlich eine Art Stromrationierung analog des WKII.

In einem modernen System bestimmt der Verbraucher wann Strom vebraucht wird. Ein System aus Grosskraftwerken passt sich dem Verbrauch an. Einzelne Grossverbraucher, Giessereien, Kühlhäuser, Alu-Schmelzen haben bereits seit Jahren Verträge die vorrübergehende Drosselungen vorsehen. Diese Verbraucher tragen zur kurzfristigen Frequenzstabilisierung bei.

In einem System aus umweltschädlichen Windmühlen und Solaranlagen wird der Strom entsprechend den Launen des Wetters erzeugt. Man kann Erzeugung und Verbrauch zusammenführen indem man weniger privilegierten Vebrauchern den Strom bei geringer Erzeugung abschaltet. Bei schwachem Wind wird man dann zunächst weniger pivilegierten Verbrauchern den Strom abschalten so dass diese nicht mehr kochen, oder waschen können, bei noch weniger Wind wird die Haufrau den Braten mit einem ökologischen Gebet aus dem Tiefkühler in die Tonne werfen. Bei absoluter Flaute haben nur mehr Krankenhäuser, Staatsmedien, Polizei und Politiker Strom.

Vandale

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