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04.11.2014

16:27 Uhr

Energiewende

An neuen Stromleitungen führt kein Weg vorbei

VonKlaus Stratmann

Die zweite Auflage des Netzentwicklungsplans definiert den Bedarf und zeigt den hohen Bedarf an neuen Stromtrassen zwischen Nord- und Süddeutschland.

Stromleitung: Der Bau der drei Gleichstromleitungen von Nord- nach Süddeutschland sei unumgänglich, hieß es im neuen Netzentwicklungsplan. dpa

Stromleitung: Der Bau der drei Gleichstromleitungen von Nord- nach Süddeutschland sei unumgänglich, hieß es im neuen Netzentwicklungsplan.

BerlinOhne eine Vielzahl neuer Stromleitungen lässt sich die Energiewende nicht umsetzen. Das belegt der zweite Netzentwicklungsplan (NEP), den die vier Übertragungsnetzbetreiber am heutigen Dienstag der Bundesnetzagentur übergeben. Die zweite Fassung des NEP bestätige "den hohen Stromübertragungsbedarf zwischen Nord- und Süddeutschland", hieß es in Kreisen der Netzbetreiber. Dazu sei insbesondere der Bau der drei Gleichstromleitungen von Nord- nach Süddeutschland unumgänglich, hieß es weiter.

Die vier Netzbetreiber - 50Hertz, Amprion, TenneT, TransnetBW - gehen damit auf Konfrontationskurs zur bayerischen Landesregierung. Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte die Ausbaupläne abgelehnt und sich ein Moratorium ausbedungen: Bayern will erst Anfang 2015 wieder darüber verhandeln, welche Leitungen erforderlich sind. Die Bundesregierung ist über Seehofers Blockade verärgert, zumal die Bayern die Pläne für den Netzausbau nicht bekämpft und das entsprechende Bundesgesetz im Bundesrat durchgewinkt hatten.

Was ist im Sinne der Stromversorgung am wichtigsten?

Die Übertragungsnetzbetreiber geben der Kritik an Seehofer nun neue Nahrung. Ihren Berechnungen zufolge bleibt der Bedarf an neuen Leitungen auch nach der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Wesentlichen bestehen. Lediglich eine neue Abschätzung der regionalen Entwicklung des Windkraft-Ausbaus führt zu leichten Veränderungen beim Streckenverlauf einiger Leitungen. So rücken die mittlere und die östliche Gleichstromleitung stärker in Richtung Nordosten.

Die Bundesnetzagentur wird nun die Projekte des zweiten NEP-Entwurfs auf ihre energiewirtschaftliche Notwendigkeit prüfen.

Kommentare (8)

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Herr Riesener Jr.

04.11.2014, 17:09 Uhr

Man sollte sich endlich entweder für Umwelt- bzw. Klimaschutz oder für die Energiewende entscheiden. Beides geht nicht. Energiewende heißt nicht nur tausende Kilometer Stromleitungen durch unsere Natur und Ortschaften, sondern auch 100x100 km Monokulturen (Energiemais) und immer mehr Industrieanlagen in der Natur (Windkraftanlagen). Von den Kosten ganz zu schweigen. Wenn man das Geld statt für die Energiewende in den Umweltschutz stecken würde, hätten wir das Paradies auf Erden.




Account gelöscht!

04.11.2014, 17:57 Uhr

Wer die Energiewende will, der muss sich bewusst sein, dass er damit die Naturlandschaft weiter zerstört. Die Strompreise und die Lebenshaltungskosten per EEG weiter nach oben treibt. Die Energieversorgung in EU-Deutschland abschafft. Investoren von Kraftwerken aus EU-Deutschland vertreibt und damit ein Trümmerfeld in der Energielandschaft auffinden wird. Keine "alte Sau" Investor wird sich in 2 Jahren mehr für den Wirtschaftsstandort EU-Deutschland interessieren, weil die Energiewende per EEG die EU-Deutsche Volkswirtschaft in Schutt und Trümmer subventioniert hat.
Energiewende/EEG = erst kommt der Mangel und dann folgt die Armut!

Herr Holger Narrog

04.11.2014, 18:25 Uhr

Wie und wovor wollen Sie denn das Klima schützen?
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