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07.08.2014

14:04 Uhr

Energiewende

Gabriel will Einheitsnorm für Meer-Windparks

Der Bundeswirtschaftsminister fordert europaweit einheitliche technologische Standards bei großen Offshore-Parks. Die deutsche Wirtschaft müsse ihre Technik exportieren können.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel will mehr Geschäftsmöglichkeiten für Offshore-Unternehmen. dpa

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel will mehr Geschäftsmöglichkeiten für Offshore-Unternehmen.

KlausdorfBundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) macht sich für einheitliche Standards bei großen Windparks im Meer stark, um die Kosten deutlich zu senken. „Offshore ist ein wichtiger Teil der Energiewende“, sagte er am Dienstag beim Besuch des Windparks „Baltic 1“ in der Ostsee. „Wir brauchen europäische Normen, denn die deutsche Wirtschaft muss ihre Offshore-Technologie auch exportieren können.“ Nur so seien eine Industrialisierung der Technik und deutliche Kostensenkungen zu schaffen.

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Seit dem 1. August gilt das reformierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), mit dem die Ausbauziele bei Meer-Windparks von 10 000 auf 6500 Megawatt bis 2020 reduziert wurden. Eine hohe Anfangsvergütung von bis zu 19,4 Cent pro Kilowattstunde soll der Technologie zum Durchbruch verhelfen. Durch das hohe Windaufkommen können diese mit Milliarden-Investitionen für Windräder und Seekabel verbundenen Kraftwerke weit mehr Strom produzieren als Windräder an Land. „Baltic 1“ umfasst 21 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 48,3 Megawatt.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Herr John Harris

08.08.2014, 10:42 Uhr

Genau, super! Wir exportieren jetzt z.B. die Bard Technik mit Stillstandsgarantie von 100%. Bard steht seit 6 Monaten still: http://de.wikipedia.org/wiki/BARD_Offshore_1

Diesen unausgegorenen Unsinn sollen wir jetzt exportieren, toll. Für Exporte von erprobter Kerntechnik gab es unter Rot-Grün keine Hermes Absicherung mehr, wohl gemerkt Exporte. Rot-Grün musste mit Sendungsbewusstsein natürlich auch noch die Exporte von Kerntechnik know-how unterbinden, danke schön.

Herr Marcel Europaeer

08.08.2014, 11:44 Uhr

Zitat: "Diesen unausgegorenen Unsinn sollen wir jetzt exportieren, toll."

Sie haben das Problem erkannt. Die Erneuerbaren Energien sind DIE Wachstumsbereiche im Energiesektor. Und durch solche Ungereimtheiten, wie bei BARD_1 riskieren wir unseren Ruf als eines der technisch führenden Länder, die Windkraftanlagen anbieten

Um Ihnen die Zahlen zu verdeutlichen:

Unsere Exportquote bei Windendenergie beträgt ca. 75 %. Da hängen also Hundertausende Arbeitsplätze dran.

Über 50 % der weltweiten Investitionen im Energiesektor landen im Bereich der Erneuerbaren Energien.

Mit 2 % - 3 % der weltweiten Investitionen (Tendenz sinkend) ist die Kernenergie da nur noch Nischenprodukt im Endstadium. 30 Jahre lang hat sich die Zahl der Kernkraftwerke weltweit kaum verändert oder ist gesunken. Jetzt, wo die Erneuerbaren Energien erheblich kostengünstiger Strom liefern, ist der Gedanke an eine seit Jahrzehnten immer wieder propagierte Renaissance der Kernenergie arg weltfremd.

http://www.taz.de/!143535/
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/atomkraft-report-sieht-fuer-kernkraft-sinkende-globale-bedeutung-a-984713.html

Account gelöscht!

08.08.2014, 12:20 Uhr

Die sog. Erneuerbaren Energien werden von uns deutschen Stromendkunden per EEG Dauer-Zwangs-Abgabensubventioniert. Diese EEG wird nicht auf Dauer bestand haben. Und das diese Windmühlen und Solarparks nicht wirtschatlich bzw. marktfähig sind, merkt man schon an der jetzigen Minireform des EEG. Mit jeder weitern Reform wird die Erneuerbaren Energie Abzocker mehr und mehr Abstand zu den EE halten. Einheitliche Standards sind in einen solchen Dauersubvetnieonssystem per EEG schädlich und wird die Abzocker Investoren, durch die hohe Kostenmehrbelastung immer mehr von der sog. Erneuerbaren Energien fernhalten.

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