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06.08.2013

06:00 Uhr

Energiewende

Woher kommt unser Strom?

Die Ziele der deutschen Energiewende sind ehrgeizig gesteckt. Aber wie hoch ist eigentlich heute schon der Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien – und wie viel Atomkraft brauchen wir noch?

Schattenseite der Energiewende: Die Produktion von Ökostrom ist sehr schwankungsanfällig. dpa

Schattenseite der Energiewende: Die Produktion von Ökostrom ist sehr schwankungsanfällig.

Die Bedeutung der erneuerbaren Energien steigt und steigt. Ende 2010 – kurz vor Fukushima und dem Beginn der Energiewende – lieferten Wind, Sonne und Co. lediglich 17 Prozent des deutschen Stroms. Heute sind es bereits über 22 Prozent. Der Anteil der Kohle ist zwar noch doppelt so groß, der der Atomkraft aber mit 16 Prozent längst kleiner.

Doch der rasante Ausbau hat auch Schattenseiten: So ist die Produktion sehr schwankungsanfällig, und oft wird auch dann Energie geschaffen, wenn sie niemand braucht.
Um Verschwendung zu verhindern, sind verschiedene Maßnahmen denkbar – zum Beispiel, das Stromnetz mit anderen Netzen zu verzahnen. „Durch eine koordinierte Nutzung bisher getrennter Netze wie Strom-, Wärme- und Informationsleitungen können sich Synergieeffekte zur Umsetzung der Energiewende ergeben“, erläutert Thomas Frey von GE Global Research Europe.

Sogenannte Smart Grids – intelligente Netze – könnten etwa helfen, den Strom zur richtigen Zeit an den richtigen Ort zu liefern. Die Energiewende läuft also an – auch wenn es bis zu ihrer Vollendung noch ein weiter Weg ist.

Kommentare (11)

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vandale

06.08.2013, 08:09 Uhr

Der Begriff "Smart Grid", oder "Intelligentes Netz" ist ein neuer Begriff für die im Weltkrieg bekannte Stromrationierung.

Bereits heute sitzen intelligente Menschen wie Stefan in den Schaltzentralen der Netzbetreiber. Diese lassen bei steigenden Strombedarf Kraftwerke aus der Bereitschaft an- und hochfahren, Pumpspeicherwerke anfahren und ggf. auch Grossverbraucher drosseln. Auf der Erzeugerseite wird das Netz systematisch betreut. In einem System aus modernen Grosskraftwerken ist dies völlig hinreichend.

Auf der Verbraucherseite kann heutzutage jedermann nach Laune Strom verbrauchen, einfach den Stecker einstecken und erhält einen frequenzstabilen Strom aus dem Netz.

Wenn die Erzeuger "Erneuerbare Energien", Wind- und Sonne sind, die innerhalb einer Stunde gem. den Launen des Wetters ihre Erzeugung verdoppeln, oder halbieren können, ist eine Steuerung des Netzes ein wenig herausfordernd.

Mit einem "Smart Grid" wird dann den nicht "Premiumkunden" bei Windstille der Strom abgeschaltet. Die Hausfrau wirft den Fisch aus der Kühltruhe mit einem ökologischen Gebet in die Tonne, der Discounter schliesst, die S-Bahn fährt mit halber Geschwindigkeit.

Das ist natürlich eine sehr ökologische Vision die man den Menschen mit Aengsten vor dämonischen Atomstrahlen, Waldsterben, CO2 Klimahöllen schmackhaft macht.

Vandale

HofmannM

06.08.2013, 08:54 Uhr

Der Anteil der sog. Erneuerbaren Energien am Strom ist genau 0,0%!
Aus dem einfachen Grund, weil dieser sog. Erneuerbaren Energiestrom von den Launen der Natur abhängig ist und somit OHNE ein Schattenkraftwerkspark aus Kohle, Gas oder auch Uran NICHT wirtschaftlich ist! Es wird somit immer einen Kraftwerkstrom geben. Fallen die Kraftwerke, dann fällt unsere Stromversorgungs-Infrastruktur!
Somit ist der EE-Strom als Störenfried (Sabobeure) in unserer Energie-Wohlstands-Gesellschaft an zu sehen. Die sog. Erneuerbaren Energien sind Sabotage-Werkzeuge an unserer Kraftwerk-Stromerzeugungsbasis. Und somit sabotieren diese sog. Erneuerbaren Energien auch den deutschen industrie-handwerksbasierenden sozialen Wohlstand des deutschen Bürger.
EEG/Energiewende = Wohltstandsvernichtung auf breiter gesellschaftlicher Ebene. Schafft endlich dieses perfide und asoziale EEG ab. Danke!

Account gelöscht!

06.08.2013, 09:01 Uhr

"Doch der rasante Ausbau hat auch Schattenseiten: So ist die Produktion sehr schwankungsanfällig..."
Ach! Das ist ja eine ganz neue Erkenntnis. So ein Pech aber auch, immer wenn ich Licht anmachen will, scheint die Sonne nicht.
Ernsthaft: Das kommt davon wenn man blind irgendwelchen Ideologien folgt anstatt nachzudenken. Wer Erneuerbare Energien will, hätte gleichzeitig deren Ausbau und die Speicherung unterstützen müssen. Und ganz wichtig - man hätte diese Subventionen begrenzen müssen! Dann wäre der Schaden relativ klein geblieben. Man hätte vor allem viel Zeit gehabt, um die Erneuerbaren Energien sachlich zu beurteilen, z.B. deren gigatischer Verbrauch von Beton, Stahl, Kupfer, Fläche etc. Und wenn mann die Speicherung mit in Betracht zieht, sind sie definitiv nicht mehr umweltfreundlich.

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