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21.08.2013

14:41 Uhr

Erneuerbare Energien

Die Retter der Windparks

VonGeorg Weishaupt

Viele Betreiber übersehen gerade beim Bau von Windparks häufig die Risiken – und die hängen nicht immer mit dem Wetter zusammen. Das Unternehmen Kaiserwetter bringt die in Not geratenen Ökostromanlagen wieder auf Trab.

Windturbinen in Sachsen: Wie intensiv der Wind weht, kann von Jahr zu Jahr sehr stark schwanken. dpa

Windturbinen in Sachsen: Wie intensiv der Wind weht, kann von Jahr zu Jahr sehr stark schwanken.

DüsseldorfDie Aufregung ist groß. Der Sturm reißt Dutzende Solarmodule vom Dach und schleudert sie auf die Straße. Er zerstört im Frühjahr 2012 die größte Aufdachanlage Spaniens. "Die Module waren auf der Dachmembrane mit einem Kleber montiert, der dafür völlig ungeeignet war", erklärt Hanno Schoklitsch den Grund für das Debakel.

Der Österreicher ist Probleme wie dieses gewohnt. Schoklitsch leitet als Geschäftsführer und Gründer die Kaiserwetter GmbH in Hamburg. Sie hat sich als erster Dienstleister darauf spezialisiert, in finanzielle Not geratene Solar- und Windparks zu sanieren.

Zum Auftrag für die Riesenanlage in Spanien mit ihren 85.000 Modulen kam Schoklitsch über eine Bank. Die wandte sich an ihn, weil der ursprüngliche Eigentümer aus den Vereinigten Staaten pleiteging. Die Bank suchte jemanden, der die Anlage übernimmt und wieder technisch und finanziell auf Vordermann bringt.

Schoklitsch definiert seine Rolle so: "Wir sind kein Investor und kein Projektentwickler. Wir sind ein reiner, neutraler Dienstleister." Für ihn beginnt das Geschäft grundsätzlich erst, wenn ein Solar- und Windpark gebaut worden ist. Dann kümmert sich sein Unternehmen um die Instandhaltung, Buchführung Controlling, die technischen Berichte und die Betreuung des Kreditgebers, sprich der Banken. Außerdem berät es Investoren beim Kauf und Verkauf von Solar- und Windkraftwerken.

Schoklitsch profitiert letztlich vom Boom bei Solar- und Windparks. Die Kapazität stieg allein in Deutschland seit 2007 von 22 247 auf über 31 307 Megawatt bei Wind- und von 4130 auf 32.400 Megawatt bei Solaranlagen. So manche Anlage, die in Rekordtempo entstand, bleibt jedoch hinter den Erwartungen weit zurück.

Der Retter der Windparks

Das Unternehmen

2012 gründete Schoklitsch die Kaiserwetter GmbH in Hamburg. Sie saniert und betreibt Solar- und Windparks.

Der Unternehmer

Hanno Schoklitsch, 41, ist Bauingenieur und Diplom-Kaufmann. Er startete in der Immobilienbranche und war an der Sanierung des Immobilienkonzerns der Bankgesellschaft Berlin beteiligt.

Ein Beispiel: Ein deutscher Windpark mit einer Leistung von 13,5 Megawatt, den Kaiserwetter betreut, sollte eigentlich knapp 22 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. In Wirklichkeit erreichte er diesen Wert kein einziges Mal seit 2004. In vielen Jahren lag er sogar deutlich darunter. "Wir erwarten, dass in Deutschland noch mehr Windparks in Schwierigkeiten geraten, weil sie mit einer zu optimistischen Ertragsprognose finanziert wurden", sagt Schoklitsch.

Kommentare (4)

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HofmannM

21.08.2013, 15:23 Uhr

Die Firma Kaiserwetter betreibt ein Dienstleistungsgeschäft das früher oder später insolvent gehen wird. Die sog. Erneuerbaren Energien sind und bleiben wirtschaftlicher Unsinn. Die Launen der Natur und die Reform des EEG machen dieses Geschäftsmodell nach der Bundestagswahl komplett überflüssig. Die Insolvenz von Kaiserwetter kann schon mal angemeldet werden.

Account gelöscht!

21.08.2013, 15:57 Uhr

Endlich fängt die AfD an, deutlich gegen den Wahnsinn des EEG Stellung zu beziehen. Siehe dieses Video von Frau von Storch (gut 4 Minuten).

http://www.youtube.com/watch?v=EHx8zc0a7yk&feature=youtu.be

Wir haben es am 22. 9. in der Hand, den Wahnsinn des EEG zu stoppen.

KF1

21.08.2013, 16:06 Uhr

Wo ist eigentlich VANDALE der alte Kohleverstromer mit seinen Kommentaren wenn man Ihn braucht.

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