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09.01.2014

10:56 Uhr

Erster erfolgreicher Test

Neue Impfung gegen Keuchhusten in Arbeit

Der neuartige Impfstoff wurde in der ersten Testphase erfolgreich getestet. Nun soll die Dosierung mit Hilfe weiterer Tests optimiert werden. Besonders ein Problem muss noch gelöst werden.

Impfung gegen Keuchhusten: Der neue Impfstoff könnte spritzenfrei über die Nase aufgenommen werden. dpa

Impfung gegen Keuchhusten: Der neue Impfstoff könnte spritzenfrei über die Nase aufgenommen werden.

ParisDem lebensbedrohlichen Keuchhusten kann künftig möglicherweise mit Hilfe eines Impfstoffs vorgebeugt werden, der über die Nase aufgenommen wird. Wie das Wissenschaftsmagazin "Plos One" in seiner jüngsten Ausgabe berichtet, wurde der neuartige Impfstoff erstmals erfolgreich an einer Gruppe von 48 Erwachsenen getestet. Keuchhusten ist hoch ansteckend, betrifft weltweit mehrere hundert Millionen Menschen und hat jährlich in rund 300.000 Fällen den Tod zur Folge.

An der neuartigen Impfung gegen Keuchhusten arbeitet ein europäisches Forscherteam unter der Leitung des Franzosen Camille Locht vom Projekt Child-Innovac. Für die erste Testphase wurden vier Untergruppen gebildet, von denen eine Plazebos erhielt, die drei übrigen den neuen Impfstoff in unterschiedlichen Dosierungen. Es ergab sich, dass keine besonderen Nebenwirkungen auftraten. Die Forscher wollen nun die Dosierung in weiteren Tests optimieren.

Bislang kann gegen Keuchhusten nur mit einer dreifachen Impfung über Spritzen ein optimaler Impfschutz erzielt werden. Die Impfprozedur erstreckt sich über mehrere Monate. Der Keuchhusten tritt jedoch vielfach schon bei Säuglingen auf. Die Forscher sehen Anzeichen dafür, dass der neue Impfstoff gegen Keuchhusten auch gegen Bronchiolitis hilft. Eines der Probleme, die noch gelöst werden müssen, ist die praktische Bereitstellung des Impfstoffs, der bislang nur bei einer Aufbewahrung um minus 80 Grad Celsius für den Einsatz bereitgehalten werden kann.

Von

afp

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

09.01.2014, 12:08 Uhr

Na das ist ja toll. Man testet an Erwachsenen, deren Körper und Hirn bereits gereift ist und gibt den Impfstoff dann den Babys. Wenn man beachtet, dass das Risiko an Keuchhusten zu erkranken statistisch gesehen im 1 Jahr des Lebens (genauer in den ersten 3 Monaten) am höchsten ist, müsste die Impfung bereits sofort erfolgen.
Ja, stimmt die Daten sind aus Amerika, da Deutschland ja keine Daten erhebt. Es geht ja bloß um die Gesundheit, aber wehe ein Finanzberater dokumentiert nicht richtig!

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