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13.12.2013

11:26 Uhr

EU-Gericht

Zulassung von Gen-Kartoffel widerrufen

Für den Entwickler wäre sie ein neuer Umsatzbringer geworden: Amflora. Doch das Zulassungsverfahren der gentechnisch veränderten Kartoffel wurde vom EU-Gericht für nichtig erklärt.

Sie sieht aus wie jede andere Kartoffel, doch sie sorgt für Streit: die genmanipulierte Knolle Amflora. dpa

Sie sieht aus wie jede andere Kartoffel, doch sie sorgt für Streit: die genmanipulierte Knolle Amflora.

LuxemburgDie Beschlüsse der EU-Kommission zur Zulassung der Gen-Kartoffel Amflora sind von einem EU-Gericht für nichtig erklärt worden. Die Kommission habe die Verfahrensvorschriften für die Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen in der Europäischen Union verletzt, hieß es in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung des Gerichts der Europäischen Union in Luxemburg. Neben dem Genmais MON810 ist die Kartoffel Amflora des deutschen BASF-Konzerns die einzige Genpflanze, deren Anbau in der EU erlaubt ist. Sie ist zudem für die Verarbeitung in Futtermitteln zugelassen.

Amflora war 2010 nach einem 13-jährigen Verfahren von der EU-Kommission in der EU für den Anbau und zur Verwendung in Futtermitteln zugelassen worden. Die EU-Kommission sei jedoch von den Vorschriften des Zulassungsverfahrens abgewichen, heißt es in der Erklärung des Gerichts. „In diesem Zusammenhang geht das Gericht davon aus, dass das Ergebnis des Verfahrens oder der Inhalt der angefochtenen Beschlüsse wesentlich anders hätte ausfallen können, wenn die Kommission diese Vorschriften beachtet hätte“, wird die Entscheidung begründet.

Die genmanipulierte Knolle sorgte bereits vor ihrer Zulassung für Streit. Der Anbau wird von mehreren Ländern abgelehnt, weil Amflora durch ein bestimmtes Gen resistent gegen bestimmte Antibiotika ist. Ungarn hatte deshalb gegen die Kommissionsentscheidung Klage eingereicht.

Von

afp

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

13.12.2013, 09:02 Uhr

Jetzt Amflora und später dann Chlorhühner, Hormonfleisch und Monsantopflanzen mit Killergen. Darauf läuft es jetzt hinaus, wenn die Geheimverhandlungen gelaufen sind und das Freihandelsabkommen steht. Die Studie von französischen Forschern, die ekelhafte Tumoren bei Ratten, die mit Monsantofood gefüttert wurden, zum Vorschein brachte, wurde ja auch schon (nach 1 Jahr) zurückgezogen! Ich frage mich, wie lange diese im Hintergrund waltenden Menschenfeinde noch einfach tuen und lassen können, was sie wollen. Sollten die Verhandlungen in Luxemburg eine positive Entscheidung für Amflora hervorbringen, na dann bin ich dafür, dass diejenigen, die das zu verantworten haben, einer Langzeitstudie von mindestens 120 Tagen unterzogen werden, in der sie ausschließlich den Dreck zu essen bekommen, für den sie sich entschieden haben. Mal sehen, was dabei herauskommt und wie lange es dauert, bis die Entscheidung revidiert wird!

uri125

13.12.2013, 10:58 Uhr

Die Gen veränderten Organismen (GVO) werden mit dem neuen Freihandelsabkommen mit der USA eh im Sinne von Monsanto durch die Hintertür wieder eingeführt. Sowie Mais und die mit GVOs gefütterte Hühner und Kühe. Sowie Milch u. Käse. Dies wird billig auf den Markt geworfen bei Einführung und so unsere heimischen Bauern in den Ruin getrieben. Die Kriterien wie Bio u.a. werden damit vom Tisch gefegt. Auch Fracking und privatisierung des Wassers sind mit dem Vertrag wieder en Vouge.
Wenn nicht droht nach den Vereinbarungen Millionenklagen der Industrie gegen die Nationalstaaten lt. Vertrag.
Insofern wird das demokratische Prinzip ausgehebelt.
Konzerndiktatur statt Demokratie , abgesegnet von den EU Kommissionen. Ein Europa das sich der Bürger immer vorgestellt hat.

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