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02.01.2014

16:39 Uhr

EU-Projekt

Landwirte wappnen sich für den Klimawandel

Mehr Trockenperioden, Starkregen und Stürme: Der Klimawandel zeigt sich am Bodensee bereits jetzt. Die Internationale Bodenseekonferenz will Landwirte in der Region mit einem EU-Projekt auf die Veränderungen vorbereiten.

Fackel einer Biogasanlage: Die EU fördert ein Projekt der Internationalen Bodenseekonferenz zum Klimawandel. dpa

Fackel einer Biogasanlage: Die EU fördert ein Projekt der Internationalen Bodenseekonferenz zum Klimawandel.

HilzingenKlimawandel? „Der ist schon längst da“, sagt Hans-Peter Buhl. Der Landwirt bewirtschaftet gemeinsam mit seiner Frau und seinem Sohn rund 100 Hektar Ackerland, Grünland und Wald bei Hilzingen (Kreis Konstanz). Zudem halten sie rund 50 Milchkühe. „Wir bemerken den Wandel schon“, sagt Buhl. In den vergangenen Jahren hätten beispielsweise die Trockenperioden zugenommen, ebenso wie Unwetter mit Hagel, Starkregen und Stürmen. „Wir gehen jeden Tag mit der Natur um. Das ist unser Kapital.“

Um für die Zukunft gerüstet zu sein, nehmen Doris und Hans-Peter Buhl an einem von der Europäischen Union geförderten Projekt der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK) teil. Dabei werden zehn Modellbetriebe aus Deutschland, der Schweiz und Österreich auf Möglichkeiten zur Anpassung an den Klimawandel untersucht. „Wir analysieren erstmal, wo die Höfe stehen, schauen uns zum Beispiel an, wie viel Kraftstoff sie verbrauchen, oder wie sie ihre Böden bearbeiten“, sagt Volker Kromrey, Projektleiter bei der Bodensee-Stiftung, die für die IBK die Betriebe unter die Lupe nimmt.

Mithilfe eines Computerprogramms wird schließlich ausgerechnet, wo die Buhls und die anderen Höfe einsparen können. Schon jetzt haben sie - als Ergebnisse aus einem früheren EU-Projekt zum Klimaschutz - beispielsweise Wärmepumpen ausgetauscht und den Lagerraum für Gülle erweitert, damit sie erst dann düngen müssen, wenn das Wetter geeignet ist. Zudem brauchen sie wegen der längeren Verweildauer des Substrats in der Biogasanlage sieben Prozent weniger Energiepflanzen, um die gleiche Menge Strom zu erzeugen.

Und Hans-Peter Buhl fährt mit einem GPS-Gerät am Traktor. „Damit man nicht dieselbe Stelle zweimal düngt“, sagt er. „Damit kann man sogar nachts fahren.“ Dass man die Augen trotzdem offenhalten muss, habe ihm aber ein Zusammenstoß mit einem Jägersitz gezeigt, fügt er lachend hinzu.

Kommentare (1)

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HofmannM

03.01.2014, 08:28 Uhr

Abzocke und Fehlinvestitionen bzw. Kapitalvernichtung kennzeichnet solche Klimakonferenzen! Jemand empfiehlt z.b. Pflanzen anzubauen, die mit mehr Trockenheit zurecht kommen aber in der Realität wird es in den nächsten Jahen vielleicht nicht trockener, sondern nasser und kühler....ein Geschäft für den Verkäufer und der Schaden hat der Land-Forstwirt!

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