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12.09.2013

06:00 Uhr

EU-Statistik

Welche EU-Nation ist die fleißigste?

Griechen sind in der Wahrnehmung der meisten Europäer besonders faul. Dass das nicht stimmt, zeigt eine Erhebung der EU. Sie offenbart auch, dass deutsche Arbeitnehmer nicht die fleißigsten sind.

Ein Bauarbeiter in Hamburg: Eine Arbeitswoche dauert bei deutschen Angestellten im Schnitt 40,5 Stunden. dpa

Ein Bauarbeiter in Hamburg: Eine Arbeitswoche dauert bei deutschen Angestellten im Schnitt 40,5 Stunden.

Rumänien rangiert nach der jüngsten EU-Statistik auf Platz 1 der Rangliste der fleißigsten Länder der Staatengemeinschaft. Mit 41,2 Arbeitsstunden hatten rumänische Angestellte im vergangenen Jahr die längste durchschnittliche Arbeitswoche, dicht gefolgt von Luxemburg (41,1 Stunden) und Großbritannien (40,8 Stunden).

Die Deutschen rangieren nur auf Platz vier und wurden im Vergleich zu 2011 von den Briten überholt. Die Daten des EU-Forschungsinstituts Eiro besagen, dass der Bundesbürger im Durchschnitt wöchentlich 40,5 Stunden auf der Arbeit verbringt. In Finnland und Frankreich ist die Woche etwas entspannter geregelt. Mit 37,6 und 37,9 Arbeitsstunden pro Woche wird hier am wenigsten gearbeitet.

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Im EU-Krisenstaat Griechenland sind die Angestellten dagegen offenbar fleißiger als ihr Ruf. Mit 40 Stunden pro Woche rangiert das Land im Mittelfeld und noch über dem EU-Schnitt von 39,6 Stunden pro Woche. Das widerspricht der Wahrnehmung der meisten Europäer, die nach einer jüngst veröffentlichten Studie des US-Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center die Griechen für besonders „faul“ halten.

Kommentare (9)

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Hippensenator

12.09.2013, 07:20 Uhr

Ach so - die Zeiteinheit "Stunden" in Relation zur Zeiteinheit "Woche" ist für die EU-Statistiker nun eine Maßeinheit für Fleiß und Produktivität. Gäääääähn. Was ist eigentlich die "EU" für uns Bürger? Ein Verblödungsinstrument?

Dharavi

12.09.2013, 08:50 Uhr

Mit dem Fleiß verhält es sich, wie mit dem Autofahren: jeder denkt, er könne es am Besten und so fahren 75% aller Autofahrer überdurchschnittlich gut.

Eine Nachricht zu melden ist eine Sache. Sie in den richtigen Kontext zu stellen, wäre eine journalistische Leistung. Das wäre meine Minimalanforderung an das Handelsblatt.

diegedankensindfrei

12.09.2013, 08:58 Uhr

Mir bleibt der Mund offen stehen, welche Experten waren denn hier bitte am Werk?!
Da sieht man mal wieder, wie die EU für absolut unsinnige Statistiken Steuergelder zum Fenster rausschmeißt

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