Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.02.2014

09:56 Uhr

Expertin warnt

Ausbau von Offshore-Windkraft gefährdet

Die Bundesregierung plant, die Subventionen für Windanlagen zu senken. Experten fürchten allerdings, dass dies den Ausbau der Offshore-Windkraft bremsen könnte – weil sich Investitionen nicht mehr lohnen.

Offshore-Windanlagen in der Nordsee: Eine Expertin fürchtet, dass der Ausbau von Windkraft gefährdet sein könnte. ap

Offshore-Windanlagen in der Nordsee: Eine Expertin fürchtet, dass der Ausbau von Windkraft gefährdet sein könnte.

BerlinInvestitionen in neue Windparks auf See lohnen sich nach Experten-Einschätzung möglicherweise nicht mehr, wenn die Subventionen wie vorgesehen zurückgefahren werden. Unter den gegebenen Kostenstrukturen würden die Windparks nach den geplanten Förderkürzungen unwirtschaftlich, sagte Marita Balks, Professorin an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin der Nachrichtenagentur dpa.

Die Rendite sei dann so gering, dass die Investition unattraktiv wäre und unterbliebe. Damit würde der Ausbau der Offshore-Windenergie in Deutschland ausgebremst.

Wie hoch darf die EEG-Umlage Ihrer Meinung nach maximal liegen?

Bisher erhalten die Betreiber über einen Zeitraum von acht Jahren eine Vergütung von 19 Cent je Kilowattstunde Strom, danach weniger. Bundeswirtschafts- und -energieminister Sigmar Gabriel (SPD) will nun in den Jahren 2018 und 2019 die Vergütungen für Offshore-Windparks um jeweils einen Cent auf 18 und 17 Cent je Kilowattstunde absenken.

Von

dpa

Kommentare (27)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

holger29

17.02.2014, 10:31 Uhr

Grundsätzlich scheinen die Spitzenpolitiker erkannt zu haben, dass eine Stromversorgung gem. ökologischer Visionen in ein wirtschaftlich/technisches Desaster führt. Das ist wie wenn ein Auto auf einen Abgrund zufährt und der Fahrer den Fuss etwas vom Gaspedal nimmt.

Ich hatte vor ein paar Jahren Meereswindmühlen anhand eines Windparkprojekts gerechnet und war zu dem Ergebnis gekommen, dass es eines Subventionssatzes von 17c/kWh bedürfe um, ohne Unvorhergesehenes, wirtschaftlich zu sein. Hinzu kommen die Kosten des Anschlusses an das Netz von ca. 4c/kWh die vom Netzbetreiber getragen werden.

Der Wind weht auf dem Meer gleichmässiger. Dadurch entstehen verglichen mit Windmühlen an Land weniger Peaks an denen die Windstromerzeugung die max. Aufnahmefähigkeit des Stromnetzes überfordert und weniger Flauten in denen kein umweltschädlicher Windstrom generiert wird. Der Strom ist damit eher nutzbar. Gleichwohl ist Strom aus Meereswindmühlen im Netz ziemlich wertlos.

Da die Windmühlen auf dem Meer lediglich den Fischen vom ökologischen Glauben der Deutschen künden können bietet es sich an auf den weiteren Ausbau zu verzichten.

HofmannM

17.02.2014, 10:36 Uhr

Es kann doch wohl nicht angehen, das wir diese Erneuerbaren Energien auf EWIG subventionieren!
Die Subventionen für ein "angebliches" Wirtschaftsgut ist und bleibt ein Akt der politische Willkür!
Und dieser Akt dieser Erneuerbaren Energiesubventionskultur (Abzockergeschäft auf Kosten der Bürger) ist und bleibt ein Akt der Wohlstands- und Volkswertvernichtung! Energiewende/EEG = Armut und Mangel!

holger29

17.02.2014, 11:02 Uhr

Ein Aspekt der Subventionierung von Meereswindmühlen der wenig Erwähnung erfährt ist, dass die Anfangsvergütung von 19c/kWh abhängig von der Meerestiefe am Standort und dem Abstand von der Küste lediglich 8 - X Jahre gewährt wird. Anschliessend erhalten die Betreiber lediglich Subventionen von 3,5c/kWh.

Da die Betriebskosten 3,5c/kWh übersteigen kann man davon ausgehen, dass im Anschluss an die Subventionsperiode analog der Landwindmühlen ein sogenanntes Repowering durchgeführt wird, sprich man wird eine neue Windmühle installieren und wiederum den vollen Subventionssatz erhalten.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×