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18.10.2013

12:16 Uhr

Fachtagung Schönheitschirurgie

Ärzte warnen vor zu hohen Erwartungen

Gesichtskorrekturen sind ein ernstzunehmender medizinischer Eingriff. Auf ihrer Jahrestagung warnen Schönheitschirurgen deshalb Patienten davor, falsche Erwartungen an einer kosmetische Behandlung zu stellen.

Botox-Behandlung: Gesichtskorrekturen sind deutlich aufwendiger. AFP

Botox-Behandlung: Gesichtskorrekturen sind deutlich aufwendiger.

MünchenÄsthetische Chirurgen warnen vor steigenden Erwartungen der Patienten an minimal-invasive Methoden bei Gesichtskorrekturen. Ihnen zufolge seien immer mehr Patienten der Ansicht, solche Veränderungen seien mit einem Eingriff machbar, der, wie beim Spritzen von Botulinumtoxin („Botox“) oder bei der Behandlung mit sogenannten Fillern zum Glätten der Haut, nur kleinste Verletzungen von Haut und Weichteilen nach sich ziehe. Weil das nicht so ist, seien viele Patienten dann mit dem Ergebnis unzufrieden.

Im Vorfeld der am Freitag beginnenden Jahreskonferenz der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie (GÄCD), mahnte deren Präsident Matthias Gensior, bei der Behandlung von Ober- und Unterlid des Auges, ausgeprägten Altersveränderungen oder Korrekturen der Nasenform im Zweifel traditionelle operative Verfahren zu nutzen. „Ein Gesicht wird durch eine Nasenkorrektur extrem verändert. Das ist nicht so eine Kleinigkeit, die vom Arzt quasi im Vorbeigehen erledigt werden kann.“

Unter dem Motto „Wissen-schafft-Vertrauen“ kommen vom 18. bis 20. Oktober Fachärzte und Gäste zum GÄCD-Jahreskongress nach München. Schwerpunkte sind neben der Gesichtschirurgie ethische Fragen in Zusammenhang mit sogenannten Schönheitsoperationen. Zudem gehe es darum, bewährte Verfahren zu verfeinern, erläuterte Gensior. Um Wissen praktisch weiterzugeben, soll es erstmals in zwei Operationssälen Live-OP-Kurse mit namhaften Operateuren geben.

Die GÄCD hat rund 450 Mitglieder und vereint die jeweiligen Fachärzte. Zu den Fachrichtungen zählten jeweils mit Spezialisierung auf Ästhetische Chirurgie unter anderem Augenheilkunde, Dermatologie, Gynäkologie, HNO-Heilkunde und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie.

Von

dpa

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