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12.08.2013

16:20 Uhr

Förderung von Schiefergas

Cameron will umstrittenes Fracking unterstützen

Fracking gilt vor allem bei Umweltschützern als äußerst riskante Fördermethode. Großbritanniens Premierminister scheint diese Ansicht allerdings nicht zu teilen. Die Technologie sei sicher, so Cameron.

Demonstration gegen Fracking in Südengland: Großbritanniens Premierminister gehört nicht zu den Gegnern. Reuters

Demonstration gegen Fracking in Südengland: Großbritanniens Premierminister gehört nicht zu den Gegnern.

LondonGroßbritanniens Premierminister David Cameron hat sich für das umstrittene Fracking zur Förderung von Schiefergas ausgesprochen. "Wenn wir diese Technologie nicht unterstützen, werden wir eine gewaltige Gelegenheit verpassen, um Familien mit ihren Rechnungen zu helfen und unser Land wettbewerbsfähiger zu machen", schrieb der Regierungschef in einem am Montag veröffentlichten Gastbeitrag des "Daily Telegraph".

Energiekosten könnten gesenkt, Arbeitsplätze geschaffen und zusätzliche Einnahmequellen für Gemeinden erschlossen werden, in denen die Rohstoffe vorkämen. Cameron dürfte sich mit den Äußerungen den Unmut von Umweltschützern zuziehen, die Fracking als äußerst riskante Fördermethode ablehnen. Auch Parteifreunde des Konservativen aus ländlichen Gebieten sehen die Technologie kritisch.

Großbritanniens Premierminister David Cameron. Reuters

Großbritanniens Premierminister David Cameron.

Beim Fracking werden Wasser, Chemikalien und Sand unter hohem Druck in Schiefergestein gepresst, um dieses aufzubrechen (fracken) und so Öl- und Gas-Reserven zu erschließen. Großbritannien soll auf gewaltigen Schiefergas-Vorkommen sitzen, die die steigende Abhängigkeit von Energieimporten verringern könnten.

Kritiker sehen jedoch die Gefahr, dass durch die Methode kleine Erdbeben ausgelöst werden, das Trinkwasser verseucht und die Landschaft verschandelt wird. Cameron argumentierte dagegen, Fracking sei sicher. Es gebe keine Beweise, dass es Umweltschäden oder Wasserverschmutzung verursache, wenn es eine angemessene Regulierung gebe.

Von

rtr

Kommentare (8)

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volksvertreter

12.08.2013, 17:26 Uhr

Jeder der den Film "Gasland" gesehen hat und sich dann noch für das Fracking ausspricht, begeht Verrat am eigenen Volk. Eine Verseuchung mit irreparablen Folgen (unterirdisch wie oberirdisch!
Stoppt endlich die Diskussion über das Fracking. Ob mit oder ohne chemische Zusätze! Fracking ist Verrat am eigenen Volk!

Account gelöscht!

12.08.2013, 17:31 Uhr

Wie beruhigend, daß es keine Beweise gibt. Ich nehme an, das soll heißen, die "unbewiesenen" Schäden wurden erfolgreich vertuscht und die Betroffenen mit Geld abgefunden?

Wie wäre es, wenn wir (ja uns betrifft diese Frackingsache auch - siehe Diskussionen vor ein paar Monaten) die Beweisumkehr verlangen: es muß die Unschädlichkeit bewiesen werden. Diese "Beweise" muß man sich dann natürlich genau ansehen.
In Ruhe - ich sehe keinen Grund überall in Europa dieses Experiment zu überstützen. Erst einmal abwarten, was mit der Zeit so über das Fracking und die möglichen Schäden in den USA herauskommt. Das Schiefergas läuft uns nicht davon.

vandale

12.08.2013, 17:54 Uhr

Der Film Gasland ist ein ziemlich primitiver Propagandafilm.

Vielleicht sollten Sie sich diesen ein wenig sorgfältiger ansehen. Ich hoffe es ist Ihnen dann peinlich.

Vandale

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