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08.07.2013

05:30 Uhr

Gewinnmaschinen unter sich

Können deutsche Autobauer sich mit US-Internetfirmen messen?

Investoren setzen derzeit lieber auf die Netzwelt als auf die Autobranche. Dabei stehen Konzerne wie VW, Daimler und BMW beim Nettoergebnis nicht viel schlechter da als Apple, Facebook und Google.

Muss sich im Vergleich mit US-Internetkonzernen nicht verstecken: Der deutsche Autohersteller Volkswagen. dpa

Muss sich im Vergleich mit US-Internetkonzernen nicht verstecken: Der deutsche Autohersteller Volkswagen.

Auf den ersten Blick würden Investoren auf die amerikanische Internetwirtschaft wetten. Denn deren Konzerne gelten gemeinhin als Gewinnmaschinen. Allein im vergangenen Jahr erwirtschaftete Apple einen Nettogewinn von 32,2 Milliarden Euro. Kann die deutsche Autobranche da mithalten? Sie kann, jedenfalls fast.

Apple, Facebook und Google erzielten in den vergangenen fünf Jahren zusammen ein Nettoergebnis von umgerechnet 101 Milliarden Euro. Die drei deutschen Autokonzerne VW, Daimler und BMW bringen es immerhin auf 78 Milliarden Euro. Was in der IT-Welt „Apple“ ist, ist in der Autoindustrie Volkswagen. Das Wolfsburger Unternehmen erreichte 2012 einen Nettogewinn von 21,7 Milliarden Euro.

Zumindest die Börsen setzen derzeit eher auf Internet als auf Auto. Apple, Facebook und Google kommen aktuell auf einen Börsenwert von 582,4 Milliarden Euro. Volkswagen, Daimler und BMW werden dagegen mit 165,3 Milliarden Euro eher niedrig bewertet – obwohl sie zusammen 383,8 Milliarden Euro Umsatz erzielen. Das ist mehr als doppelt so viel wie die drei IT-Firmen (160,5 Milliarden).

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

08.07.2013, 08:39 Uhr

"Wenn nur Gewinn alle offenen Fragen beantwortet, dann müssten wir alle im Drogengeschäft sein".
"Ein möglichst hoher Gewinn kann doch nicht das einzige Ziel eines Unternehmens sein".
(Wendelin Wiedeking)

Karaja

08.07.2013, 11:55 Uhr

Der Trugschluss liegt aber auch noch wo anders. Bei Autos ist es offensichtlich, dass es wenig Sinn hat mehre davon zu besitzen, wenn man sie als Gebrauchsgegenstände ansieht. Bei Informations- oder Mediendiensten ist dies weit weniger augenfällig. Aber auch diese Märkte sind irgendwann gesättigt. Ich kann mich nur ungleich länger der Illusion hingeben, der nächste zusätzliche Blog, das nächste zusätzliche soziale Netzwerk brauche ich auch unbedingt. Das wird sich jedoch alsbald als Unsinn herausstellen, denn die Lebenszeit wird nicht verlängert. Wir facebooken uns heute schon zu Tode und merken es nur noch nicht. Wir sind mit dem Internethype heute da, wo man mit dem Auto-, Fernseher und Vorort-Wohlstands-Wohlgefühl in den 50er und 60er Jahren war. Eine Anpassung wird, muss auch hier erfolgen.

antiextremist

08.07.2013, 13:08 Uhr

Nach Snowden sollte man sich auf einen herben Rückschlag bei den Firmen gefasst machen, deren Geschäftsmodell die Cloud ist.

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