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29.09.2013

14:21 Uhr

Hautkrankheit

Mögliche Ursache für Schuppenflechte entdeckt

Die sogenannte Psoriasis gehört zu den häufigsten entzündlichen Hautkrankheiten der westlichen Welt. Forscher entdeckten nun: Ein fehlendes Molekül verursacht bei Mäusen ähnliche Symptome.

Hautkrankheit Schuppenflechte: Betroffene leiden unter trockener, empfindlicher und schuppiger Haut. dpa

Hautkrankheit Schuppenflechte: Betroffene leiden unter trockener, empfindlicher und schuppiger Haut.

HeidelbergForscher haben eine mögliche Ursache für die weit verbreitete Schuppenflechte entdeckt. Experten vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der Universität Heidelberg fanden heraus, dass ein fehlendes Molekül bei Mäusen ähnliche Symptome wie bei der Schuppenflechte verursacht, wie das DKFZ am Freitag in Heidelberg mitteilte. Die Psoriasis, wie die Krankheit heißt, gehört zu den häufigsten entzündlichen Hautkrankheiten der westlichen Welt. Allein in Deutschland erkranken jährlich zwei Millionen Menschen.

Die Betroffenen leiden unter trockener, empfindlicher und schuppiger Haut. Genetische Veranlagungen, Umweltfaktoren und ein Ungleichgewicht im Immunsystem sind am komplexen Krankheitsbild beteiligt. Die Funktion der Haut als natürliche Barriere gegen Krankheitserreger, chemische und physikalische Reize geht verloren. Dies führt langfristig zu chronischen Entzündungen, Autoimmunreaktionen oder Infektionen.

Bei ihren Untersuchungen konzentrierten sich die Forscher auf den sogenannten Wnt-Signalweg. Dieser spielt eine wichtige Rolle während der Embryonalentwicklung bei Mensch und Tier, aber auch beim Tumorwachstum. Den für die Studie verwendeten Mäusen fehlte ein bestimmtes Protein, mit dessen Hilfe Wnt-Moleküle normalerweise aus der Zelle gelangen und Signale auslösen, die beispielsweise zur Produktion von Botenstoffen führen oder das Zellwachstum antreiben.

Zudem beobachteten die Forscher bei den Mäusen Psoriasis-ähnliche Symptome. "Die Haut entzündet sich, neue Gefäße entstehen, die Hautzellen vermehren sich stark und verschuppen," erklärte Iris Augustin vom DKFZ. Auch enthielt die Haut der Mäuse weniger sogenannte DETCs. Das sind spezielle Immunzellen, die normalerweise Eindringlinge abwehren und Entzündungen vorbeugen. Den Forschern zufolge bietet die neuen Erkenntnisse die Möglichkeit, "die komplexen Vorgänge entzündlicher Hauterkrankungen verstehen zu lernen".

Von

afp

Kommentare (2)

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Observer

29.09.2013, 14:40 Uhr

Na, da bereitet die Pharma Maffia mal wieder einen Mammut Raubzug vor!

Account gelöscht!

29.09.2013, 15:06 Uhr

Observer, offensichtlich leiden Sie nicht unter dieser Krankheit, wahrscheinlich halten Sie diese Patienten für Simulanten.

'Maffia' schreibt man bei uns übrigens mit einem 'f'. Sie sollten Ihr Legasthenie-Gen mal untersuchen lassen -- es befindet sich im Hirn...

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