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14.10.2014

13:34 Uhr

Heizkosten sinken

Milder Winter entlastet Verbraucher

Das Wetter und die Energiemärkte haben sich in diesem Jahr zugunsten der Verbraucher entwickelt. Die Heizkosten fallen. Vor allem wer mit Öl heizt, darf sich auf fette Rückzahlungen im nächsten Jahr freuen.

Der aktuelle Heizspiegel zeigt einen für die Verbraucher angenehmen Trend: Die Preise gehen nach unten. dpa

Der aktuelle Heizspiegel zeigt einen für die Verbraucher angenehmen Trend: Die Preise gehen nach unten.

Wegen des milden Winters wird Heizen in diesem Jahr billiger. Das gelte für fast alle privaten Haushalte, egal ob sie mit Gas, Fernwärme oder Öl heizen, teilte der Deutsche Mieterbund (DMB) am Montag in Berlin mit. Das habe der aktuelle Heizspiegel der gemeinnützigen co2online GmbH ergeben, der vom Mieterbund unterstützt wird. Von Januar bis Juli seien die Preise für Heizöl um 5,4 Prozent gesunken, die Fernwärme wurde um ein Prozent preisgünstiger und der Gaspreis lag stabil auf Vorjahresniveau.

Ausschlaggebend für die sinkenden Energiekosten sei der rückläufige Verbrauch der privaten Haushalte in den milden Wintermonaten zu Beginn des Jahres. „Die Temperaturen spielen eine ganz entscheidende Rolle“, sagte DMB-Sprecher Ulrich Ropertz. Weil die Preise für Heizöl stärker gefallen seien als für andere Energieträger, können die Verbraucher hier mit besonders hohen Rückzahlungen rechnen.

Wie hoch darf die EEG-Umlage Ihrer Meinung nach maximal liegen?

Doch deshalb ist Heizöl keineswegs die günstigste Energie, um Heizung und Warmwasser zu betreiben: Für eine 70-Quadratmeter-Wohnung waren im vergangenen Jahr 1085 Euro Heizkosten fällig, wenn sie mit Öl beheizt wurde, dagegen nur 910 Euro bei einer Gasheizung. Dabei wichen die Angebote der verschiedenen Anbieter aber stark voneinander ab. Fernwärme ist ebenfalls mit 1055 Euro jährlich eher etwas teurer, wobei die Tarife regional recht unterschiedlich sind.

Der Mieterbund setzt sich dafür ein, durch sparsamen Umgang mit Energie die Heizkosten dauerhaft zu senken. „Für Mieter ist die energetische Sanierung der einzige Weg, um sich unabhängiger von langfristig steigenden Energiepreisen zu machen“, sagte Mieterbund-Direktor Lukas Siebenkotten. „Die Kosten müssen allerdings gerecht zwischen Mieter, Vermieter und Staat aufgeteilt werden.“ Die öffentliche Förderung energetischer Sanierungen müsse deshalb unbedingt verstetigt und weiter ausgebaut werden.

Von

dpa

Kommentare (2)

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14.10.2014, 18:54 Uhr

Somit sollten wir ALLE dankbar sein, wenn die Winter, in der Zukunft, milder ausfallen sollten. Ich befürchte jedoch das Gegenteil. Und die Strompreise für jeden Haushalt werden weiter und weiter nach oben ansteigen. Dank der Energiewende via perfiden und asozialen EEG. Dank an Ethik-Merkel und Co. der Gesellschaft Vernichter von Grünen und Linken.

Herr Rainer Feiden

15.10.2014, 09:39 Uhr

Ja, aber niedrige Energiepreise sind ja schlecht für die Inflationsentwicklung, welche die EZB so ängstigt. Wenn das so weitergeht, bekommen wior noch eine Deflation, vor der alle so viel Angst haben.
Vielleicht hat aber der Finanzminister noch eine Idee, wie der "deflatorischen Entwicklung" der Energiepreise entgegengewirkt werden kann, meinen Sie nicht? :-)

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