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14.07.2014

09:44 Uhr

Herzpatient operiert

Mediziner implantieren neues Kunstherz-Modell

Galten sie früher noch als Übergangslösung werden künstliche Herzen immer mehr zur Alternative für Transplantationspatienten. Hannoveraner Ärzte implantierten nun das weltweit erste Kunstherz des Typs „Heartmate III“.

Modell des implantierten Kunstherzens: Im Vergleich zu früheren Modellen ist das „Heartmate III“ besonders kompakt gebaut. dpa

Modell des implantierten Kunstherzens: Im Vergleich zu früheren Modellen ist das „Heartmate III“ besonders kompakt gebaut.

HannoverÄrzte der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben das weltweit erste Kunstherz des Typs „Heartmate III“ implantiert. Dem Patienten, einem 56-jährigen Mann aus Hessen, geht es nach Angaben der MHH sehr gut. Ein Kunstherz ist kein Organ-Ersatz, sondern ein mechanisches Gerät, das hilft, Blut durch den Körper zu pumpen, wenn das eigene Herz zu schwach ist.

Im Vergleich zu seinem Vorgänger ist das neue System kleiner und technisch ausgefeilter. Kunstherzen gewinnen angesichts der drastisch gesunkenen Zahl an Spenderorganen ständig an Bedeutung. Mit ihrer Hilfe könne verhindert werden, dass Patienten auf der Warteliste sterben, sagte Herzchirurg Axel Haverich am Freitag in Hannover.

Acht Tipps, um das Herz vor Stress zu schützen

Wechseln Sie in die Vogelperspektive

Versuchen Sie, die Situation, die Ihnen Frust bereitet, ganz bewusst von oben beziehungsweise von außen zu betrachten. So bauen Sie eine innere Distanz zum aktuellen Geschehen auf. Zum Beispiel: "Der Stau, in dem ich gerade stehe, ist eine Tatsache, die ich nicht ändern kann. Wenn ich mich aufrege, verschlimmere ich die Situation nur."

Treiben Sie Sport

Sport zählt laut der Deutschen Herzstiftung zu den besten Möglichkeiten, um Stress loszuwerden. Bereits eine halbe Stunde Bewegung, sei es Walking, Schwimmen oder Tennis, kann gefühlte Wunder vollbringen.

Das Übel bei der Wurzel packen

Zwar lassen sich die Ursachen von Stress nicht immer beheben, etwa bei einem schwierigen Chef. Bei Stress in der Beziehung können gezielte Gespräche helfen. Hier gilt: Nicht schon aufgebracht ins Gespräch gehen, sondern lieber ein paar Tage warten und alle Argumente und Gegenargumente auch sacken lassen.

Entspannungstechniken einüben

Yoga, autogenes Training und Co. werden immer wieder angepriesen - doch nicht jedem sind sie eine Hilfe. Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt einen pragmatischen Ansatz: Wenn eine Methode Entspannung bringt, ist sie auch gut - wenn nicht, sollte man andere Sachen ausprobieren. Während manche Menschen alleine und in völliger Stille entspannen, bevorzugen andere etwa die Anleitung in einer Gruppe. Die gewählte Technik sollte auf jeden Fall regelmäßig geübt werden, damit sie in akuten Stress-Situationen auch abrufbar ist.

Starten Sie Ihren "Gegenentwurf"

Unter dem "Gegenentwurf" versteht man die ständige Pflege persönlicher Interessen, seien es Chorsingen, Fußballspielen oder Briefmarkensammeln. Also Aktivitäten, die uns anregen und positiv herausfordern und so vom negativen Stress ablenken.

Verbannung für Entspannungskiller

Fernsehen mag zwar entspannend erscheinen, doch man ist dabei passiv und erreicht keine nachhaltige Stress-Reduktion - wertvolle Zeit, in der man den Ärger des Tages verarbeiten und abschütteln kann, geht so verloren. Es kann helfen, sich einen Plan zu machen, an welchen Tagen man den Fernseher auf jeden Fall auslassen und stattdessen ein altes Hobby wieder aufleben lassen oder ein Treffen mit Freunden verabreden kann.

Vorsicht bei Medikamenten

Arzneien, die Beruhigung versprechen gibt es zwar - sie sollten aber stets nur unter Kontrolle eines Arztes zum Einsatz kommen, und nicht einfach auf eigene Faust im Internet bestellt werden. Als Beispiel nennt die Deutsche Herzstiftung Benzodiazepine, die für langfristige Stressbewältigung ungeeignet sind, weil sie schon nach kurzer Zeit abhängig machen und zudem erhebliche Nebenwirkungen (Konzentrationsschwierigkeiten, Benommenheit) haben können.

Achten Sie auf Ihre Ernährung

Gerade wer viel zu tun und einen gefühlten 48-Stunden-Tag hat, achtet oft nicht ausreichend auf seine Ernährungsweise. Es wird dann zu schnell, das Falsche und zu viel gegessen und vielfach auch zu viel Alkohol getrunken. Zusammen mit Bewegungsmangel kann das zu Übergewicht führen, was Unzufriedenheit und Frustgefühle noch verstärken kann. Man sollte sich am Besten ein Repertoire an schnellen und gesunden Mahlzeiten zulegen, etwa aus der Mittelmeerküche.

Es gibt unterschiedliche Unterstützungssysteme verschiedener Hersteller. Bundesweit bekommen jährlich rund 1000 Menschen ein Kunstherz, davon etwa 100 an der MHH.

Das neue Modell „Heartmate III“ wird zunächst in acht Zentren weltweit eingesetzt, in Deutschland auch in Berlin, Leipzig und Bad Oeynhausen. Ein Pluspunkt des neuen Gerätes sind nach Angaben der Mediziner speziell bearbeitete Oberflächen, die weniger Blutgerinnselbildung zulassen. Zudem kann ein künstlicher Puls erzeugt werden. Dadurch soll das Thrombose-Risiko vermindert werden.

Ursprünglich galten Kunstherzen nur als Übergangslösung, bis ein Spenderherz zur Verfügung steht. Teils werden die Geräte aber auch dauerhaft eingesetzt, etwa bei alten Menschen, für die eine Transplantation nicht mehr infrage kommt. „Die normale Wartezeit auf ein Spenderherz beträgt leider drei bis fünf Jahre“, sagte der Freiburger Herzchirurg Friedhelm Beyersdorf aus dem Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung der dpa.

Von

dpa

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