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22.10.2014

06:00 Uhr

Horst Opaschowski

„Kreativ im Kollektiv“

Die besten Ideen kommen dem Zukunftsforscher im Gespräch und Austausch mit anderen. Aktuell blickt er mit Spannung auf den Umbruch von der TV-Ära zum Web-Zeitalter.

Gemeinsam mit seiner Tochter Irina Pilawa hat Horst Opaschowski gerade das Buch „So wollen wir leben! Die 10 Zukunftshoffnungen der Deutschen“ veröffentlicht und in Hamburg das Opaschowski Institut für Zukunftsforschung (O.I.Z) gegründet.

Gemeinsam mit seiner Tochter Irina Pilawa hat Horst Opaschowski gerade das Buch „So wollen wir leben! Die 10 Zukunftshoffnungen der Deutschen“ veröffentlicht und in Hamburg das Opaschowski Institut für Zukunftsforschung (O.I.Z) gegründet.

Welche Innovation hat die Welt am nachhaltigsten verändert?
Bisher das Fernsehen – in naher Zukunft das Internet! Weder die Dampfmaschine noch der mechanische Webstuhl oder die Erfindung des Automobils haben die Welt und das Leben der Menschen so grundlegend verändert wie das Fernsehen. Mit dem Fernsehen ist die Welt zum globalen Dorf geworden und hat sich der Lebensalltag der Menschen radikal verändert. „Aus dem Fenster schauen“, eine der beliebtesten Beschäftigungen bis zu den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, ist seither ausgestorben. Zur Zeit findet der Umbruch von der TV-Ära zum Web-Zeitalter statt. Die Folgen der veränderten Informations- und Kommunikationsstrukturen sind noch gar nicht absehbar.

Wer ist für Sie der größte Visionär?
Der Club of Rome in den siebziger Jahren – und nicht Aldous Huxley oder George Orwell. Dem Club of Rome ist der Brückenschlag zwischen Vision und Wirklichkeit gelungen. „Wachstum um jeden Preis“ ist seither weltweit suspekt – selbst im heutigen China.

In welchen Momenten kommen Ihnen die besten Ideen?
Im Gespräch und Austausch mit anderen. Kreativ im Kollektiv – das kann auch bei einem Glas Wein sein.

Sollte der, der Visionen hat, wirklich zum Arzt gehen?
Ein Volk ohne Visionen wird wüst und leer – sagt schon das Alte Testament. Und ein Land ohne Vision ist ein Land ohne Konzeption.

Was macht die Arbeit an der Universität für Sie aus?
Über dreißig Jahre habe ich an der Universität Hamburg gelehrt – und gelernt. Den spannenden Dialog der Generationen setze ich jetzt auf Tagungen und Kongressen fort.

Von

mai

Kommentare (1)

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Herr franz wanner

22.10.2014, 09:26 Uhr

Es muss ja nicht imme alles richtig sein, wenn jemand was sagt. Ein Körnchen reicht.
"Ein Volk ohne Visionen wird wüst und leer – sagt schon das Alte Testament. Und ein Land ohne Vision ist ein Land ohne Konzeption."
Nun ja, wer keine Ziele hat, bräuchte keine Pläne zu machen.
Nun ist die ganze Welt voller Pläne, die allermeist von Zielen gespeist werden, die eigentlich keine sind...
Visionen wären da noch eine ganz andere Dimension.
Wer wagte es schon, auch nur eine zu benennen, die nicht vom Ponyhof stammt? Liegt 20 Jahre zurück.
Und immer schön Vision von Illusion unterscheiden.

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