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05.08.2014

20:06 Uhr

Innovation

Eine Autobahn für elektrische Lastwagen

ExklusivUm Feinstaub und andere Emissionen zu mindern, werden US-Autobahnplaner und Häfen innovativ: Sie setzen auf elektrische Bahnen für den Cargo an Land. Siemens ist bei der Idee mit von der Partie – und liefert die Technik.

Laster könnten künftig wie Eisenbahnen an elektrischen Oberleitungen fahren. picture alliance/dpa

Laster könnten künftig wie Eisenbahnen an elektrischen Oberleitungen fahren.

New YorkSiemens hat in Kalifornien den Zuschlag für ein ambitioniertes Projekt erhalten: Nach Informationen des Handelsblatts (Mittwochausgabe) baut der Münchener Mischkonzern in Los Angeles die erste öffentliche Straße der Welt für elektrische Lastwagen. In Betrieb genommen werden soll der drei Kilometer lange Abschnitt der Autobahn I-710 im Juli 2015.

Ein Jahr lang wird dort dann das System im Praxisbetrieb getestet. Siemens hofft auf einen Folgeauftrag: Elektroautobahnen sollen in Zukunft auch die beiden größten US-Häfen von Los Angeles und Long Beach mit den 30 Kilometer entfernten Güterbahnhöfen verbinden.

Treiber des Projekts sind die strengen Umweltschutzvorschriften der USA. Um die Emissionsobergrenzen für Feinstaub und Stickoxide in den angrenzenden Wohnvierteln einhalten zu können, müssen die Hafengesellschaften etwas unternehmen. Laut Siemens pendeln auf der betroffenen Strecke in Los Angeles täglich 35.000 Lastwagen.

Derzeit steht der Konzern mit allen wichtigen US-Hafengesellschaften in Verhandlungen: „Das Interesse ist groß“, sagt Martin Birkner, Leiter Geschäftsentwicklung eHighway bei Siemens, dem Handelsblatt.

Die Technik stellte Siemens vor wenigen Wochen auf einer Teststrecke in der Nähe von Berlin vor. Statt aus einer Batterie holt sich der Lkw den Strom aus einer Oberleitung. Durch seinen Hybridantrieb aus Elektro- und Dieselmotor kann sich der Laster auch vom Netz abkoppeln und mit einer Geschwindigkeit von bis zu 90 Stundenkilometern fahren.

In den USA kooperiert Siemens mit dem Lastwagenhersteller Mack. Das elektrische System sollen aber Lkw verschiedener Marken nutzen können. So arbeitet Siemens in Schweden mit der Volkswagen-Tochter Scania an einem ähnlichen Projekt, bei dem ein Industriegebiet mit einem mehr als 100 Kilometer entfernten Hafen elektrisch verbunden wird. „Mittel- bis langfristig sieht Siemens hier gute Geschäftschancen“, sagt Birkner.

Den vollständigen Artikel zum Siemens E-Highway finden Sie als Download im Kaufhaus der Weltwirtschaft.

Von

tja

Kommentare (3)

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Herr Hartmut Ginnow-Merkert

06.08.2014, 08:36 Uhr

Eine weitere Lachnummer von Siemens. Da versenken deutsche Unternehmen Milliarden an Steuergeldern in Traum-Projekte, die nie das Licht der wirklichen Welt erblicken (Promote Chaffeur - unsichtbare Deichsel, E-Mobile für China), immer unter dem aufgeblähten Titel "Innovation". Gutgläubige Bürokraten segnen den Mist ab.
Elektrische Autobahnen gibt es längst - man nennt das Gütertransport auf dem Schienenweg. Versuche mit Oberleitungen gab es sogar für Wasserwege schon vor hundert Jahren! (Achmed Khammas, Buch der Synergien).
Das ist hier einfach so ein großer Witz, dass man nur den Kopf schütteln kann… Wenn man uns schon zum Narren halten will - geht es nicht ein wenig intelligenter??



Account gelöscht!

06.08.2014, 11:53 Uhr

Stromgeführte Autotrassen...so ein Schwachsinn!
Der nächste Schritt ist dann Pferdekutschen.
Mit diesen Trassen wird nicht nur wirtschaftlicher und technischer Unsinn verzapft, sondern es wird auch die Freiheit der Mobilität und damit die Freiheit der Gesellschaft aufdiktiert, von einer asozialen und perfiden Elite, wie, wann und wo man in Zukunft noch fahren darf. Das ist Kommunismus und Freiheitsberaubung PUR!

Herr Rainer Feiden

06.08.2014, 13:44 Uhr

Och, man müsste halt für die richtigen "Rahmenbedingungen" sorgen, dann wird auch der grösste Schwachsinn ein voller Erfolg. Wie also wärs mit einer "Vorfahrtregelung" für solche elektrischen Omnibusse mit "Vorrang-Einspeisung" vor dem Schienenverkehr? he? Und am besten finanziert per Bürger-Zwangsumlage gemäß dem Muster des EEG! So kann man gemäß dem Vorbild des EEG statt der Versorgerkonzerne mal die DB ausbooten. Das ist aber schon ein Staatsbetrieb!
Geht also nach sozialistischem EEG-Muster vor, dann - und nur dann- wird was draus. Man kann es aber auch einfach dem Markt überlassen und der regelt dass dann....

Ich glaube langsam ernsthaft, dass eine Mehrzahl dieser komischen Artikel nur Tests sind, ob denn in Deutschland noch ein Quentchen Rest-Intelligenz in der Gesellschaft vorhanden ist. Oder?

:-D :-D

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