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17.07.2013

06:00 Uhr

Innovationskraft

Welches Land in Europa die meisten Erfindungen liefert

Je mehr Einwohner, desto mehr Patente? Weit gefehlt. Eine Statistik zeigt: Mit der Größe eines Landes hat die Innovationskraft nichts zu tun – sondern vielmehr mit bloßer Notwendigkeit.

Tüftler und Erfinder am Werk: Für die Schweiz ist Innovationskraft entscheidend. dpa

Tüftler und Erfinder am Werk: Für die Schweiz ist Innovationskraft entscheidend.

In keinem europäischen Land melden die Menschen so viele Patente an wie in der Schweiz. Im Jahr 2012 erhielten die Schweizer pro eine Million Einwohner 1 032 Patente. Sie liegen damit deutlich vor Finnland (539), Schweden (509) und Deutschland (420), wie die Statistik des Europäischen Patentamts zeigt. Der Trend ist stabil. Bereits im Vorjahr war die Schweiz der Gewinner.

Die Schweiz profitiert vor allem von einem starken Bildungssektor mit Top-Universitäten. Als rohstoffarmes Land ist sie zum Erhalt des Wohlstands auf die Innovationskraft der Bürger angewiesen. Die Statistik zeigt auch: Größe ist für die Innovationskraft eines Landes nicht entscheidend. Mit Roche, Novartis oder Nestlé sind in der Schweiz zwar große Pharma- und Lebensmittelkonzerne ansässig. Doch die Patentanmeldungen stammen nicht nur aus diesen Branchen, sondern auch aus Bereichen wie Feinmechanik oder der optischen Industrie.

Die Eidgenossen führen auch den „Globalen Innovationsindex 2013“ an. Dieser Index von der „World Intellectual Property Organization“  berücksichtigt etwa auch Faktoren wie die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie die Zahl der  Unternehmensgründungen. Deutschland kommt hier auf Platz 15.

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