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05.03.2014

11:29 Uhr

Innovationsranking der EU

Diesmal bleibt nur Bronze

VonThomas Ludwig

Im jüngsten Innovationsranking der Europäischen Union fällt Deutschland in diesem Jahr auf Rang drei zurück. Die deutschen Industrieunternehmen sehen Nachholbedarf bei der eigenen Innovationskultur.

Institut für innovative Mikroelektronik in Frankfurt (Oder): Insgesamt wurde in Deutschland im vergangenen Jahr weniger geforscht und entwickelt. dpa

Institut für innovative Mikroelektronik in Frankfurt (Oder): Insgesamt wurde in Deutschland im vergangenen Jahr weniger geforscht und entwickelt.

Wir können alles, außer Hochdeutsch" — das jüngste Innovationsranking 2014 der Europäischen Union scheint dem Werbeslogan Baden Württembergs recht zu geben. Noch vor Bayern treibt das "Ländle" Deutschland bei Forschung und Entwicklung (FE) im europäischen Vergleich nach vorn. Anders als 2013, als Deutschland den zweiten Platz hinter Schweden belegte, konnte diesmal jedoch Dänemark Silber ergattern. Zusammen mit Finnland liegen die Innovationsleistungen in diesen Staaten weit über dem Durchschnitt der Gemeinschaft — und schieben die EU auch international nach vorn.

Der Innovationsrückstand Europas gegenüber den USA und Japan schmilzt. Dabei ist die Leistungskraft innerhalb der EU nach wie vor höchst unterschiedlich.

Sorgen bereiten die großen Volkswirtschaften im Süden und Osten der Union. Italien, Spanien und Portugal liegen ebenso unter dem Durchschnitt wie Polen, Tschechien und Ungarn. Das ist das Ergebnis des Leistungsanzeigers zur Innovation, den die EU-Kommission vorgelegt hat. Die Studie basiert auf 25 Indikatoren, die das Potenzial der Einzelstaaten im Bereich FE skizzieren. Dazu gehören Fördersysteme, Humanressourcen, Vernetzung von Unternehmen mit Hochschulen sowie die Kapitalversorgung.

"Der Zugang zu Kapital ist nach wie vor ausschlaggebend. Mehr Unternehmensinvestitionen, eine stärkere Nachfrage nach europäischen Lösungen und weniger Hindernisse bei der Markteinführung von Produkten sind Schlüsselelemente des Wachstums", sagte EU-Industriekommissar Antonio Tajani. Hier bleibe einiges zu tun. Dem Wachstum der öffentlichen Ausgaben für FE stand zuletzt ein Rückgang von Risikokapitalinvestitionen und Nicht-FE-Innovationsaufwendungen in Unternehmen gegenüber.

Betrachtet man Europa insgesamt, so bestätigt die Schweiz ihre Spitzenposition als stärkster Innovationsführer, der alle EU-Staaten regelmäßig übertrifft. Auf globaler Ebene haben Südkorea, die USA und Japan einen Vorsprung vor der EU. Während der Abstand zu den USA und zu Japan in den vergangenen Jahren um die Hälfte zurückgegangen ist, setzt sich Südkorea an der Spitze immer weiter ab. Und China holt auf. "Das dürfen wir nicht vernachlässigen", warnt Forschungskommissarin Máire Geoghegan-Quinn — und fordert die Mitgliedstaaten dazu auf, mehr Geld für FE in die Hand zu nehmen.

Kommentare (4)

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05.03.2014, 12:27 Uhr

Mit dieser grünsozialistischen Denke von Merkel und Co. von Energieeinsparung-Energiewende und CO2 Verteufelung kann auch keine Innovation mehr in Deutschland/Europa statt finden.
Wer mit dieser Energiewende und dem menschengemachten CO2-Klimaerwärmungsmärchen zurück in die Zeiten der ideologie und des Glauben will und sich der Aufklärung und den Fortschritt (Kernkraft/Physik/Technik) verweigert, der braucht sich auch nicht wundern, wenn er in Zukunft keine Rolle mehr spielt und technisch wie auch wirtschaftlich immer mehr zurückfällt.

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05.03.2014, 12:47 Uhr

Dieser Artikel ist, genau wie der erste Kommentar hier, nichtssagend. Das angebliche Ranking bezieht sich offensichtlich auf eine Umfrage unter Managern. Messzahlen wie die Anzahl der Patentanmeldungen wäre beispielsweise ein Ansatz. Patente unter heutigen Kosten betrachtet sind jedoch eher geeignet kapitalkräftigen zu helfen Ihre Monopole zu sichern. Vor allem einzelne Erfinder, auf deren Konto in der Vergangenheit beinahe alle wesentlichen Erfindungen zurückgehen, werden ausgebremst. Auch Fördermittel der EU oder des Bundes werden niemals an einzelne ausgezahlt. Diese Gelder werden beispielsweise an Porsche überwiesen, die dann den größten Gewinn pro Fahrzeug unter allen Autoherstellern ausweisen. Bundeseigene Förderinstitute wie die Bundesumweltstiftung zahlen nur an etablierte Unternehmen welche eine Anteil Eigenmittel zur Verfügung stellen. Die andere Kultur der Förderung von Innovation trägt vor allem in den USA Früchte. Die Politik der Besitzstandswahrung wirkt sich in allen Gesellschaften sehr negativ aus.

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05.03.2014, 13:03 Uhr

@ Marc_Hofmann

Ich rate Ihnen schnellst möglich die Tabeltten abzusetzen, die sie offensichtlich nehmen! Diese führen zu wirren Kommentaren!
Andersers kann ich mir das nicht erklären...

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