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05.12.2013

15:22 Uhr

Institut der deutschen Wirtschaft

Ökostromumlage könnte auf 8,1 Cent steigen

In weniger als vier Jahren könnte der Strompreis kräftig steigen, warnt das IW. Werden ungebremst Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien zugebaut, soll eine Verteuerung um ein knappes Fünftel möglich sein.

Windräder bei Grimma (Sachsen): Die Energiewirtschaft fordert mehr Wettbewerb. dpa

Windräder bei Grimma (Sachsen): Die Energiewirtschaft fordert mehr Wettbewerb.

KölnDas Institut der deutschen Wirtschaft (IW) warnt vor einer weiteren Verteuerung des Stroms wegen der Ökostromförderung. Ohne eine grundlegende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) könnte der Strompreis für private Haushalte in den kommenden vier Jahren um 13 Prozent, für die Industrie sogar um 19 Prozent steigen, schreibt das IW in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

Die Umlage wächst 2014 von aktuell knapp 5,3 auf 6,2 Cent pro Kilowattstunde. Sie könnte bei einem ungebremsten Zubau der erneuerbaren Energien bis 2018 auf 8,1 Cent pro Kilowattstunde steigen, heißt es in der Studie. Viele Versorger geben das über die Preise an die Verbraucher weiter. Der EEG-Umlageanteil am Gesamtstrompreis beträgt nach Angaben der Bundesnetzagentur aktuell knapp ein Fünftel (18 Prozent).

„Kleinteilige Änderungen an der Förderung reichen nicht aus, um die Energiewende effizient zu gestalten“, erklärte IW-Energieexperte Hubertus Bardt. „Ein großer Wurf für mehr Wettbewerb ist nötig, um wettbewerbsfähige Strompreise zu sichern.“ Erneuerbare Energien genießen bisher eine Abnahmegarantie zu Preisen weit über Marktniveau und Vorrang vor konventionellen Lieferanten. Die Energiewirtschaft fordert mehr Wettbewerb auch für Wind-, Sonne- und Biomassestrom. Die INSM wird von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektro-Industrie finanziert.

Von

dpa

Kommentare (9)

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loco

05.12.2013, 16:11 Uhr

Wer hats berechnet? die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)? Das ist DIE Lobbyorganissation der Großindustrie schlecht hin.
Die EEG Umlage wird nur steigen, wenn die CO2 Zertifikate nicht verringert werden und wenn die Offshore-Windparks nicht Zeitnah ans Netz angeschlossen werden. Herr Rößler hatte ja durchgesetzt, das die Offshore-Betreiber (wieder mal Großkonzerne wie z.B. Eon) bei Null Strom-Einspeisung trotzdem ihren Ertragsausfall erstattet bekommen. Gezahlt wirds über die EEG-Umlage...

Account gelöscht!

05.12.2013, 16:19 Uhr

loco,
was beschweren Sie sich über die Haftungsumlage? Die wird genauso planwirtschaftlich umgelegt, wie der Rest der ganzen Chose. Und die werden wir auch noch lange zahlen, da die Tennet-Leitungen vom Norden nach Süden erst 2022 geplant fertig gestellt werden. Aus "zeitnah ans Netz gehen" wird da sowieso nichts draus. Und ich dachte, Sie wären dafür....
Und: 8,1 Cent sind nur eine Frage der Zeit. Genauso wie 9,1 Cent 10,1 Cent, 11,1 Vent, 12,1 Cent usw.

Account gelöscht!

05.12.2013, 16:44 Uhr

Hallo loco,
anbei einmal die Entwicklung der EEG-Umlage in der Historie aus Wikipedia:
Jahr: EEG -Umlage in Cent:

1998: 0,08
1999: 0,10
2000: 0,20
2001: 0,23
2002: 0,35
2003 :0,42
2004: 0,51
2005: 0,69
2006: 0,88
2007: 1,03
2008 : 1,16
2009: 1,31
2010: 2,05
2011: 3,53
2012: 3,59
2013: 5,28
2014: 6,24


Derzeit haben wir einen Anteil aus Erneuerbaren Nergien von rd. 23%. Wenn jetzt der Ausbau munter weiter geht, weitere Kraftwerke in Nord- und Ostsee gepflanz werden, welche erst 2022 ans Netz gehen usw., wieso soll dann in den nächsten 10, 20 Jahren die EEG- Umlage (und natürlich auch die Stromsteuer und die Mwst. auf alles nicht steigen??? Und die Kosten für den Netzausbau und die Speicher und die neuen Subventionen kommen da noch dazu. Meines Erachtens ist doch die Frage, ob der Strompreis am Ende des Prozesses näher an 0,50 Euro oder an 1,00 Euro notiert (natürlich bei unveränderten Rahmenbedingungen.
Eine doppelte Versorgungsinfrastruktur + der Aufbau der Speicherstruktur werden halt exorbitant teuer. Da genügt ein Dreisatz. 28,73 Cent mal ungefähr 4 ist 114,92 Cent. Und jetzt kommen Sie natürlich und sagen, es wird günstiger, weil....

http://de.wikipedia.org/wiki/Strompreis

Bitte verpassen Sie auch nicht meinen super Kommentar auf:

http://www.handelsblatt.com/technologie/das-technologie-update/energie/windenergie-strompreise-fallen-wegen-orkantief/9168426.html

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