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21.03.2014

06:00 Uhr

Internationale Messe

„new energy 2014“ startet im Schatten des EEG

Die geplante Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes belastet die Branche. Das zeigt sich auch auf der Messe New Energy in Husum. Deutlich weniger Aussteller haben Stände aufgebaut.

Bei der Messe „New Energy Husum“ werden bis zum 23. März rund 300 Aussteller aus 15 Ländern einen Überblick über erneuerbare Energien präsentieren. dpa

Bei der Messe „New Energy Husum“ werden bis zum 23. März rund 300 Aussteller aus 15 Ländern einen Überblick über erneuerbare Energien präsentieren.

HusumDeutlich kleiner als erhofft hat die internationale Messe „new energy 2014“ in Husum begonnen. 206 Aussteller aus neun Ländern wollen bis Sonntag innovative Produkte und Bewährtes aus dem gesamten Spektrum der erneuerbaren Energie präsentieren. Das ist rund ein Drittel weniger als die bis zuletzt erhofften 300 aus 15 Nationen. Unter anderem blieben erwartete Aussteller aus den USA, Japan und Korea der Messe in Schleswig-Holstein fern.

Entsprechend kleiner wurde auch das Ausstellungsgelände: Drei Hallen statt vier und 13.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche statt 16.000. Grund dafür sei eine starke Verunsicherung der Branche, sagte Messe-Chef Peter Becker. Die Bundesregierung beabsichtige, mit der Reform des Erneuerbare-Energie-Gesetzes den Zubau von Wind- und Solaranlagen weiter zurückzufahren. In den Medien würden die erneuerbaren Energien „oftmals zu Unrecht als Strompreistreiber verteufelt“, sagte Becker.

Doch vermeintlich explodierende Kosten sind nach Ansicht von Experten nicht das Problem der Energiewende. „Die Preise für erneuerbare Energien sind mittlerweile so stark gefallen, dass ein weiterer starker Ausbau nicht mehr mit dramatischem Kosten-Anstieg verbunden wäre“, sagte der Berliner Professor Volker Quaschning. „Ein schneller Ausbau erneuerbarer Energien würde in Deutschland durchaus verkraftbar sein und auch die Endverbraucherpreise nicht dramatisch steigen lassen“, sagte er.

Die Politiker bremsten die Energiewende jedoch aus. „Hatten wir 2012 noch über sieben Gigawatt Zubau bei der Photovoltaik, hat sich der im vergangenen Jahr halbiert auf 3,3 Gigawatt. Dabei haben wir 40.000 Arbeitsplätze in der Photovoltaik in Deutschland verloren.

Das sind mehr Arbeitsplätze, als im Braunkohlebergbau in Deutschland insgesamt existieren“, sagte Quaschning. „Durch das Schutzprogramm für die Kohle verlieren wir außerdem die Technologie-Führerschaft bei den erneuerbaren Energien“, warnte der Experte.

Die Anlagenhersteller, Zulieferer und Ausrüster erwarten während der vier Messe-Tage 15.000 Besucher aus 25 Ländern, wie Messe-Sprecherin Lea Schmitz sagte.

Von

dpa

Kommentare (1)

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24.03.2014, 08:26 Uhr

Statt dessen wird es dann wohl effektiver sein die letzten Resourcen die vorhanden sind du verschleudern, noch mehr CO2 in die Athmosphäre zu pressen und darauf zu hoffen das unsere Umwelt in den nächsten 50 Jahren nicht kollbiert. Die Korrallenriffe nicht komplett aussterben. Den nach uns, und das kann man dan wörtlich nehemen, die Sinnflut. Die Frage ist ob Chernobil,Fukushima ... und weitere Bewohner dieser Gebiete auch der Meinung sind das erneuerbare Energien unwirtschaftlich und untragbar sind? Gebiete wie der Golf von Mexiko die unvorstellbare reichweiten haben für den gesamten Planeten nach der Katastrophe von BP sind hier sekundär ;) Wichtig ist was der Lobbyismus untern Strich verdient. Die Frage ist ob wir in 100 Jahren auch Papier essen,atmen und leben können. Wenn denn erneuerbare Energien von Abzockern und Wohlstandvernichtern gefördert werden, aus welchem Grund verwenden die Skandinavischen Länder erfolgreich sollche Energien mit einem progressiven Wohlstand? Nur Menschen mit beschränkten Horizont können an schädlichen und endenden Ressourcen festhalten.

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